Tötungsstationen in Osteuropa: Hier werden Straßenhunde am lebendigen Leib verbrannt
Tötungsstationen in Osteuropa: Hier werden Straßenhunde am lebendigen Leib verbrannt
Tötungsstationen in Osteuropa: Hier werden Straßenhunde am lebendigen Leib verbrannt
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Tötungsstationen in Osteuropa: Hier werden Straßenhunde am lebendigen Leib verbrannt

In Osteuropa gibt es zahlreiche Streuner. Viele von ihnen landen in letzter Instanz in einer der unzähligen Tötungsstationen. Nur wenige der Straßenhunde haben das Glück, von dort gerettet zu werden.

Hunden geht es in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern in Europa ziemlich gut. Wir haben Tierheime, die die herrenlosen, ausgesetzten und verwahrlosten Vierbeiner aufnehmen. Dort dürfen sie so lange bleiben, bis sie ein neues Zuhause gefunden haben, notfalls auch für den Rest ihres Lebens - wodurch sich bereits das Phänomen des "Schattenhundes" entwickelt hat.

Erst das Tierheim, dann die Tötungsstation

So gut haben es Tiere in anderen Teilen der Welt aber nicht. Man werfe nur mal einen Blick nach Osteuropa. Dort gibt es viele Straßenhunde und Streuner. In Rumänien hat es sich beispielsweise der Staat zur Aufgabe gemacht, die Tiere einzufangen. Sie werden in Tierheime gesteckt, die ebenfalls vom Staat finanziert werden.

Weil aber nicht so viel Geld in den Tierschutz fließt wie eigentlich notwendig wäre, können die Tiere nur zwei Wochen lang in den öffentlichen Tierheimen bleiben, bevor sie in die Tötungsstation überführt werden. Und diese Frist gilt auch nur für angepasste, gesunde Hunde. Tierschützerin Svenja Gruszeczka schreibt dazu auf ihrem BlogMrsVerde:

Alte, kranke oder verhaltensauffällige Hunde werde noch viel eher getötet… Wenn sie nicht schon vorher verhungern, verdursten oder totgebissen werden.

Leid und Misshandlung

Sobald die Hunde in der Tötungsstation angekommen sind, ist es nur eine Frage der Zeit, bis sie getötet werden. Sie müssen einen schmerzvollen Tod leiden, denn sie werden bei lebendigem Leib verbrannt.

Medikamente für eine Betäubung oder gar Einschläferung sind zwar vorhanden, kommen aber so gut wie nie zum Einsatz. Svenja Gruszeczka kennt den Grund:

Um den Profit zu maximieren, gibt es Tötungsstationen, die das Futter und die Medikamente auf dem Schwarzmarkt weiterverkaufen.

Die Tötungsstation ist also nur die letzte grausame Etappe im Leben der Straßenhunde. Sie werden während ihres Überlebenskampfes auf der Straße oft misshandelt, geschlagen und sogar angezündet. Im Tierheim ist es oft so beengt, dass sich die Tiere gegenseitig totbeißen. In der Tötungsstation haben viele Hunde schon die Hoffnung auf Rettung aufgegeben.

Die vier Säulen des Tierschutzes

Das ist auch für die Tierschützerin keine leichte Situation. Auf ihrer Webseitebeschreibt sie, wie sie sich bei einer Befreiuungsaktion fühlt. Denn sie weiß: Sie kann nicht alle Tiere retten. Hunde, die schon zu schwach und zu krank sind, muss sie in der Tötungsstation zurücklassen:

Sie alle haben dasselbe Schicksal. Ihnen rennt die Zeit davon, denn sie sind Hunde aus der Tötungsstation. Während ich den Gang entlanglaufe, werden mich ihre Schreie verfolgen.

Was ihr Konkretes gegen die Qualen in der Tötungsstation unternehmen könnt, erklären wir euch in dem Video weiter oben.

Den Teufelskreis durchbrechen

Vor Ort tätige Tierschützer wollen den Teufelskreis durchbrechen. Denn solange sich die Hunde auf der Straße unkontrolliert vermehren, werden auch die Tötungsstationen voll bleiben. Deshalb setzen die Helfer auf die vier Säulen des nachhaltigen Tierschutzes: Retten, kastrieren, vermitteln, aufklären.

Die Tiere sollen nicht nur gerettet und vermittelt, sondern auch kastriert werden, um weiteren Nachwuchs zu verhindern. Außerdem ist es wichtig, Präsenz zu zeigen und bei der Bevölkerung ein Bewusstsein für die schlimmen Zustände in den Tierheimen und Tötungsstationen zu schaffen.

Von Sarah Kirsch

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