Ungewöhnliche Haustiere: Minipigs sind keine Kuscheltiere, aber sehr sozial
Ungewöhnliche Haustiere: Minipigs sind keine Kuscheltiere, aber sehr sozial
Ungewöhnliche Haustiere: Minipigs sind keine Kuscheltiere, aber sehr sozial
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Ungewöhnliche Haustiere: Minipigs sind keine Kuscheltiere, aber sehr sozial

Minischweine als Haustiere werden auch in Deutschland immer beliebter. Dabei sollte man aber einiges beachten, bevor man sich so ein niedliches Schweinchen anschafft.

Minischweine sind als Haustiere genauso ungewöhnlich wie Frettchen. Dennoch werden beide Tierarten immer öfter auch im Haus gehalten. Wir verraten euch, worauf man bei der Haltung von Minischweinen unbedingt achten sollte.

Allgemeine Informationen

Erstmal vorweg ein paar Infos zum Minischwein. Wie bei allen Tieren gilt: Es sind keine Kuscheltiere! So ein kleinwüchsiges Hausschwein kann eine Schulterhöhe von 50 Zentimetern und eine Körperlänge von 80 bis 100 Zentimetern leicht erreichen. Das Gewicht ist nicht zu unterschätzen, denn ein Minipig kann bis zu 100 Kilogramm schwer werden. Die Tiere werden bis zu 15 Jahren alt.

Angefangen hat der Hype um die Minischweine natürlich in Amerika, wo Stars wie Miley Cyrus längst auf das Schwein gekommen sind. Aber inzwischen werden die kleinen Schweine auch bei uns in Europa immer beliebter. Sie sind übrigens sehr soziale und gemütliche Lebewesen. Da sie länger leben als beispielsweise Hamster, sollte man sich die Anschaffung vorher gut überlegen.

Wohnraum

Auch wenn es Minischwein heißt, bedeutet das nicht, dass es keinen Platz braucht. Ein ausreichend großer Auslauf sollte auf jeden Fall vorhanden sein. Wenn die Tiere im Haus bzw. in der Wohnung gehalten werden, muss man dafür sorgen, dass die Tiere trotzdem regelmäßig an die frische Luft kommen. Ein Garten oder ein nahe gelegener Park sind deshalb Pflicht.

Ein Stall im Garten wäre natürlich optimal. Auch solltest du bedenken, dass so ein Minipig einen natürlichen Wühltrieb hat und dass dein Garten ganz sicher darunter leiden wird. Wird das Tier im Haus gehalten, so solltest du ihm einen Rückzugsort geben, der bestenfalls mit Stroh und Heu ausgelegt ist. Decken gehen aber auch.

Erziehung

Wie bei der Erziehung von Hunden gilt, dass man konsequent sein muss. Du kannst dem Tier nicht an einem Tag etwas durchgehen lassen, was am nächsten Tag verboten ist. Deshalb ist bei der Erziehung viel Geduld gefragt. Wegen ihrer hohen Intelligenz können die Tiere aber Befehle lernen und ausführen. Wenn ihnen etwas nicht passt, machen sie lautstark darauf aufmerksam.

Wie bei anderen Tieren auch muss man die Minischweine erst darauf trainieren, stubenrein zu werden. Entweder geht ihr regelmäßig mit ihnen raus, damit sie dort ihr Geschäft erledigen, oder ihr stellt im Haus Katzenklos mit Sand oder Katzenstreu auf.

Kosten und Nahrung

Ein Minischwein kostet in der Anschaffung zwischen 150 und 700 Euro. Dabei musst du aber bedenken, dass du wie mit jedem anderen Tier auch regelmäßig zum Tierarzt musst. Diese Kosten sollten auf jeden Fall eingeplant werden.

Beim Futter gilt, dass sich die Menge nach Alter und Gewicht des Tieres richtet. Das Futter sollte einem bis zwei Prozent vom Körpergewicht entsprechen und zweimal am Tag (morgens und abends) bereitgestellt werden.

Schweine sind zwar Allesfresser, am liebsten lieben sie aber Grünzeug. Dennoch solltest du auf eine Basismischung nicht verzichten. Wenn du das Futter für dein Tier selber herstellen willst, eignet sich Getreideschrot, den man mit Wasser und Mineralzusätzen zu einem Brei anrührt. Dann kannst du beliebig Früchte, Gemüse, Brot oder Heu untermischen. Mastfutter ist für die Minipigs übrigens nicht geeignet.

Verträglichkeit mit anderen Haustieren

Wie schon gesagt sind Minischweine sehr soziale Tiere. Deshalb sollte man sie auch nie allein halten. Andere Tierarten und Menschen können den Kontakt zu Artgenossen leider nicht ersetzen. Außerdem vertragen sie sich nicht unbedingt mit anderen Tieren und können aggressiv werden. Deshalb sollte man vor dem Kauf darauf achten, ob sich die Tiere miteinander verstehen.

Fazit

Wer sich ein Minischwein ins Haus holt, der sollte über genügend Zeit verfügen, um sich mit ihm zu beschäftigen. Wer nicht ausreichend Zeit hat, der tut weder sich selbst noch dem Tier einen Gefallen. Das Minischwein braucht Zeit, um sich an seine Besitzer zu gewöhnen, aber dann mag es auch gern mal schmusen. Wichtig ist, dass man sich vor dem Kauf genau über die Haltung informiert.

Was man auch bedenken sollte, ist, dass für Minischweine auch die landwirtschaftlichen Vorschriften gelten. Das betrifft unter anderem die Einzäunung und die Fütterung. Zudem müssen Minipigs auch bei behördlichen Institutionen registriert werden.

In dem Video weiter oben könnt ihr niedliche Bilder von Minipigs sehen, die zum Verlieben sind!

Von Pia Karim

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