Virus ist zu schnell: Corona-Krise zeigt, wie sinnlos Tierversuche sind
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Virus ist zu schnell: Corona-Krise zeigt, wie sinnlos Tierversuche sind

Der neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 verbreitet sich in der ganzen Welt. Die Ausbreitung ist nicht mehr zu stoppen, nur noch einzudämmen. Mit Hochbetrieb wird in der biomedizinischen Forschung nach Medikamenten und Impfstoffen gesucht - mit Tierversuchen.

Um die COVID-19 Erkrankung zu bekämpfen, kann jeder seinen Beitrage leisten: Social Distancing, regelmäßiges Händewaschen, in die Quarantäne gehen. Dennoch richten sich derzeit alle Blicke auf die Forschung.

Alle Blicke sind auf die Forschung gerichtet  Halfpoint@Getty Images

Tierversuche sind langwierig

Doch der neuartige Coronavirus ist schnell - zu schnell für Tierversuche, wie der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche in einer Pressemitteilung verkündet. Testungen am Tier sind nicht übertragbar und dauern vor allem sehr lange - in der aktuellen Situationen ein echtes Hindernis, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen:

Die reguläre Entwicklung von Impfstoffen dauert ein Jahrzehnt oder mehr und kostet hunderte Millionen Euro. Ein Hauptgrund dafür ist, dass etliche Impfstoffe in Tierversuchen bestens wirken, im Menschen dann aber nicht.

Dabei gibt es eine Alternative

Und dabei gibt es längst eine Methode, bei der kein Tier leiden muss und bei der nicht erst langwierig nach der "richtigen" Tierspezies zur Testung gesucht werden muss - schließlich muss der Erreger in dem Versuchstier auch zur Infektion führen. Wissenschaftskoordinatorin bei Ärzte gegen Tierversuche Dr. Tamara Zietek sagt dazu:

Eine solche Aussage (Anm.d.R.: Dass nach der richtigen Tierspezies gesucht werden muss) zeigt ganz klar, wie ineffizient die Testung an Tieren ist und dass es einem Zufallstreffer gleicht, ob man irgendwann eine Tierart gefunden hat, bei der die Infektion mit dem Erreger klappt.

Die alternative Methode ist eine humanrelevante, die mitten in ihrer Entwicklung steckt und auf mehr Fördergelder wartet: die sogenannte In-vitro-Methode. Im Gegensatz zur In-vivo Methode, bei der Tests an einem lebenden Organismus stattfinden, finden die Tests hier im Reagenzglas statt. Zellkulturen menschlicher und tierischer Herkunft können gezüchtet werden. Mehr zu der In-vitro Methode erfährst du in dem Video weiter oben.

Von Sarah Kirsch

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