Vor ihrer Haustüre lauert ein tödlicher Riese
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Vor ihrer Haustüre lauert ein tödlicher Riese

Diese Anwohner einer Kleinstadt im US-Bundesstaat Louisiana erschrecken nicht schlecht, als sie beim Verlassen ihres Hauses ein über zwei Meter langes Tier vor ihrem Haus vorfinden - das hat es sich vor ihrer Tür so bequem gemacht, dass die Familie die Polizei rufen muss, um der Situation zu entkommen.

Alligatoren in Florida, das ist nichts Neues. Doch dass sie auch im benachbarten US-Bundesstaat Louisiana sehr verbreitet sind, ist weniger bekannt. Dabei wird die Anzahl der in den Bayous - die dortigen Fluss- und Sumpflandschaften - lebenden Alligatoren auf mehr als zwei Millionen geschätzt! Und das beinhaltet noch nicht einmal die 300.000 Exemplare in den dortigen Alligator-Farmen.

Trotzdem sind die Anwohner von St. Martin Parish nicht unbedingt auf das Prachtexemplar gefasst, das beschloss, auf ihrer Fußmatte vor der Veranda-Tür ein Nickerchen zu machen. Der Alligator zeigt sich zwar nicht aggressiv, doch vor dem über zwei Meter langen Raubtier hat die Familie dennoch gesunden Respekt. Also rufen die Hausbewohner die lokale Polizei, um sie von dem ungebetenen Gast zu befreien.

Zu dieser Jahreszeit sehr aktiv

Es ist nicht das erste Mal, dass Alligatoren in der Gegend gesichtet werden. Sie sind zu dieser Jahreszeit noch sehr aktiv. Deshalb empfehlen die örtlichen Tierärzte und Behörden den Anwohnern auch, ihre Kinder und Haustiere nicht ohne Aufsicht zu lassen.

Schlangen und andere Kaltblüter suchen im Herbst oft Schutz vor der Kälte. Und die finden sie bevorzugt in der Nähe menschlicher Behausungen, unter den Kühlerhauben oder in Briefkästen. Alligatoren geht es nicht anders. Auch sie suchen ein möglichst sonniges Plätzchen, um sich aufzuwärmen und in aller Ruhe ein Nickerchen zu machen. Kein Wunder also, dass sich das Prachtexemplar die sonnige Fußmatte vor der Veranda-Tür dieser Leute, unweit seiner gewohnten Wasserstelle, ausgesucht hatte.

Der Einsatz für Alligatoren unter 1,50 m Länge kostet 30 Dollar!

Ein bisschen Lärm von Seiten der Polizeibeamten und der Hausbesitzer reichte schon aus, um den ungebetenen Gast in Bewegung zu setzen und aufzumuntern, zu seiner Wasserstelle zurückzukehren. Wie es scheint und wie auf den Internet-Seiten der Behörden des US-Bundesstaats zu lesen ist, sind kleinere Exemplare von unter 50 cm Länge ungefährlich, haben eher Angst vor Menschen und gehen ihnen beim leisesten Geräusch auch schon aus dem Weg.

Für Tiere unter 1,50 Meter berechnet die Polizei 30 Dollar (ca. 26 Euro) für einen Einsatz. Das ist ein deutliches Zeichen dafür, dass derartige Einsätze immer öfter gefragt sind. Bei größeren Tieren von bis zu 3 Metern Länge und mehr kommt sie dagegen gratis zu Hilfe.

Keine Sorge, in Deutschland ist die Wahrscheinlichkeit äußerst gering, einem wilden Krokodil zu begegnen.

Von der Redaktion

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