Wegen Corona: Tausende Baby-Schildkröten an indischen Stränden gesichtet
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Wegen Corona: Tausende Baby-Schildkröten an indischen Stränden gesichtet

An den Stränden Indiens spielt sich aktuell ein unglaubliches Naturspektakel ab. In der Corona-Krise bleiben die Küstenstreifen weitgehend leer. Videoaufnahmen zeigen, wie Schildkröten den neu gewonnenen Freiraum nutzen.

Während die Corona-Krise für die meisten von uns zusätzlichen Stress bedeutet, ist sie für die Natur vor allem eins: eine große Chance. Auf der ganzen Welt können wir beobachten, wie sie sich langsam die an den Menschen verlorenen Lebensräume zurückerobert – Kontaktsperren und Ausgangsbeschränkungen sei Dank. So zum Beispiel in Venedig, wo die Kanäle nun endlich wieder klar sind und so Einblicke in die wunderbare Unterwasserwelt der Seestadt gewähren.

Natur profitiert von Corona-Krise

Auch in Indien werden vereinzelte Wanderer jetzt Zeuge eines gewaltigen Naturschauspiels. Die Strände des riesigen Landes bleiben wegen Corona beinahe komplett leer. Das machen sich Schildkröten zunutze. Während sie früher nur nachts an den Strand kamen, um ihre Eier zu legen, beobachten faszinierte Tierliebhaber nun, wie sie am helllichten Tage an Land Nester graben.

Und die verbesserten Bedingungen dank leerer Küsten tragen bereits Früchte. Behörden schätzen, dass dieses Jahr insgesamt 60 Millionen Schildkröten-Eier an indischen Stränden gelegt wurden – das ist Rekord! Nach 45 Tagen ist es dann endlich so weit: Die kleinen Panzertiere kommen auf die Welt. Und wegen des Baby-Booms sind es mehr als je zuvor.

Tausende Baby-Schildkröten am Strand

Videoaufnahmen zeigen, wie Tausende und Abertausende Baby-Schildkröten den Rushikulya Beach überwuchern. Mit der Hilfe von Wildtierbeamten machen sich die Kleinen auf den Weg in Richtung Wasser, schließlich ruft das Meer. Das Ergebnis: Der unglaubliche Anblick, wie sich die unzähligen Tiere langsam über den Sand ziehen.

Wieder einmal wird uns klar, wie schnell sich die Natur an unterschiedliche Bedingungen anpasst. Während wir also zuhause sitzen und uns über die Quarantäne beschweren, können wir uns also freuen: Die Natur genießt die Auszeit, die Corona ihr verschafft.

Von Thomas Schmitt

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