Wissenschaftler finden gefährlichen Stoff in Flusskrebsen
Wissenschaftler finden gefährlichen Stoff in Flusskrebsen
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Wissenschaftler finden gefährlichen Stoff in Flusskrebsen

Wissenschaftler untersuchen Gewässer, in denen Flusskrebse gezüchtet werden. Doch den Stoff, den sie in ihnen gefährlich, ist eigentlich eine gefährliche Droge!

Eine auf Environment International veröffentlichte Studie ergibt, dass Süßwasserkrabben aus dem Vereinigten Königreich Spuren von Pestiziden und Koks enthalten. Eine erstaunliche Neuigkeit, die allerdings Grund zur Sorge bezüglich der Qualität des Wassers gibt, in dem die Tiere leben.

Verschmutzte Umwelt

Die Wissenschaftler des King's College in London untersuchen die Gewässer auf die Verunreinigung durch Mikroplastik und Chemikalien. Doch was sie finden, übertrifft ihre schlimmsten Erwartungen, wie die New York Times berichtet.

Sie staunen nicht schlecht, als sie Spuren von Kokain, Lidocain (örtliches Betäubungsmittel und Kokain-Streckmittel), Ketamin und eines verbotenen Pestizids namens Fenuron in den Gewässern recht weit von den großen städtischen Gebieten entfernt finden. Es kann also sein, dass manche ländlichen Gebiete stärker belastet sind, als wir dachten.

Sogar in ländlichen Gebieten weisen die Gewässer einen hohen Anteil an Verschmutzung durch Pestizide und Drogen auf. JethuynhCan / Getty Images

Toxikologe klärt auf

Doch wie gelangen die Drogen in Flüsse und Seen? Das Vorkommen dieser Substanzen in den Flußkrebsen scheint gefährlich für die Konsumenten, doch ein Toxikologe erklärt, dass es sich lediglich um sehr geringe Mengen handelt und eher für die tierischen Bewohner zum Problem wird. Der Forscher Thomas Miller erklärt:

Wir wissen, dass Pharmazeutika, Pestizide und andere Substanzen in unseren Flüssen sind. Aber die meisten Studien erforschen nicht, welche Substanzen davon im Körper der Tiere landen.
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Während wir bereits bei Mikroplastik wissen, dass es schlecht für Mensch, Tier und Umwelt ist, können wir die Langzeitwirkungen auf den Körper noch nicht wirklich abschätzen. Auch wenn die Menge an Kokain zu gering ist, um Nebenwirkungen auf den Menschen zu haben, ist es dennoch beunruhigend, denn wie lange noch ist die Konzentration gering?

Von Maximilian Vogel
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