Zoo von Calgary (Kanada): Pinguine leiden unter Kältewelle

Kanada ist eigentlich bekannt für seine kalten Winter. Nicht umsonst ziehen sich die Bewohner von Montreal in der kalten Jahreszeit in unterirdische Geschäftsstraßen und Galerien zurück. Doch dieses Jahr ist die Kälte so extrem, dass sich der Zoo von Calgary gezwungen sieht, selbst seine 51 Königspinguine in den wärmeren Innenbereich zu bringen.

Zoo von Calgary (Kanada): Pinguine leiden unter Kältewelle
Weiterlesen
Weiterlesen

Das Jahr 2018 begann für die Kanadier mit einer extremen Kältewelle. Um Alberta wurden Tiefstwerte von bis zu -35° Grad Celsius gemessen. In Brooks erreichten die Tiefstwerte sogar den Rekord von -39,4 Grad Celsius und damit noch ein Grad weniger als den im bisher kältesten Winter von 1928 gemessenen Kälterekord von -38,9 Grad Celsius.

Auch Calgary ist von der Extrem-Kälte nicht verschont geblieben. Hier sanken die gemessenen Tiefsttemperaturen auf -28 Grad Celsius und die empfundenen Windtemperaturen auf bis zu -40 Grad Celsius ab. Deshalb haben die Tierpfleger des mehr als 700 Tiere beheimatenden Zoos von Calgary beschlossen, sogar die Königspinguine in den wärmeren Innenbereich zu bringen.

Die Zookuratorin Malu Celli erklärt, dass es sich hierbei um eine Vorsichtsmaßnahme handelt. Die Tierpfleger haben Anweisung, die Pinguine in die Wärme zu bringen, sobald die Außentemperaturen unter -25 Grad Celsius sinken. „Wir wollen sie einfach nicht zu sehr der Kälte aussetzen“, fügt sie hinzu. „Zu ihrer Sicherheit haben wir uns für eine Temperatur entschieden, ab der wir die Pinguine im Innengehege unterbringen.“

Es ist nicht so, dass es draußen zu kalt für sie wäre“, erklärt sie The Globe and Mail, „ich denke, dass sie noch kälteren Temperaturen gewachsen wären, als denen, die hier zurzeit herrschen. Es sind nur keine wilden Vögel mehr.“

Pinguine haben eine dicke Fettschicht und ein dichtes Federkleid, die sie vor Kälte schützen. Nur sind diese bei Jungvögeln wie der kleinen Cleopatra noch nicht voll entwickelt. Aus diesem Grund ziehen es die Tierpfleger vor, die ganze Kolonie warm zu halten, bis der Thermometer wieder mildere Außentemperaturen anzeigt.