Straßburg verbietet Zirkus mit Wildtieren
Straßburg verbietet Zirkus mit Wildtieren
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Straßburg verbietet Zirkus mit Wildtieren

Das Beispiel scheint in Frankreich Schule zu machen. Der Stadtrat von Straßburg hat jetzt einstimmig beschlossen, dass Wanderzirkusse mit Wildtieren in der elsässischen Stadt und europäischen Metropole nicht mehr auftreten dürfen. Straßburg will damit sorgen, dass Wildtieren eine artgerechtere Behandlung bekommen.

In Straßburg wird es bald keine Löwen und Elefanten mehr in den Wanderzirkussen zu sehen geben. So lautet ein Beschluss des Stadtrats der Stadt an der deutschen Grenze.

Frankreich: Tierschutz bei Zirkus-Shows

Straßburg folgt hiermit dem Beispiel anderer großer französischer Städte wie Ajaccio und Bastia (Korsika), Montpellier, Paris oder auch Rennes. Ein Sieg für Tierschützer und Tierschutzorganisationen! Der Stadtrat von Straßburg hat am 16. April einstimmig den Beschluss gefasst, Vorstellungen mit Wildtieren in Zirkussen und Wanderzirkussen in Straßburg aus Gründen tierwidriger Behandlung zu verbieten.

Den Originaltext hat der stellvertretende Bürgermeister Eric Schultz am 16. April vorgelegt. Der Straßburger Bürgermeister Roland Ries hat noch am selben Abend auf Twitter den einstimmigen Beschluss des Stadtrats diesbezüglich begrüßt.

Die Einstellungen ändern sich

Mit seinem Beschluss will der Stadtrat von Straßburg zeigen, dass die Stadt sich für tiergerechte Haltung und die Rechte von Tieren einsetzt, aber ansonsten nichts gegen Zirkusse und Zirkusvorstellungen hat. Straßburg ist weiterhin offen für Wanderzirkusse und Zirkusvorstellungen, nur dürfen diese keine Wildtiere mehr mitführen und Wildtiervorstellungen geben.

Doch wie steht es mit den Wanderzirkussen, die schon vor dem Beschluss eingeplant waren? Diese dürfen natürlich trotzdem kommen und ihre Vorstellung geben. Der Beschluss ist nicht retroaktiv. Und die Gemeinde will nicht unnötig für Schwierigkeiten sorgen. Das Verbot soll progressiv und ab Sommer 2018 in Kraft treten.

Der rechtliche Rahmen der Entscheidung

Die Absichtserklärung von Stadt und Stadtrat setzt nichtsdestoweniger eine gewisse Konformität mit einem juristischen Rahmen voraus. So wird durch systematische tierärztliche Inspektionen untersucht werden, ob die physiologischen Bedürfnisse der Tiere respektiert werden. Sollten die Untersuchungsergebnisse nicht konform sein, wird die Stadt sich das Recht vorbehalten, dem Zirkus das Gastrecht zu verweigern.

Tierschutzorganisationen erwarten jetzt, dass weitere Städte im Elsass dem Straßburger Beispiel folgen. Für fünf Städte ist dies bereits der Fall. 31 weitere Städte wird die europäische Metropole noch anschreiben. Straßburg erhofft sich von seiner zentralen Stellung und seinem sowie politischen als auch symbolischen Einfluss, möglichst bald Nachahmer zu finden.

Von der Redaktion

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