Drama in russischem Zirkus: Tiger bricht zusammen und der Dompteur geht auf ihn los

Drama in russischem Zirkus: Tiger bricht zusammen und der Dompteur geht auf ihn los

Diese schreckliche Szene aus einem russischen Zirkuszelt wird einmal mehr die Tierschützer bestätigen, die ein Verbot von Tieren in der Manege fordern. In dem Amateurvideo bricht Tigerdame Zena plötzlich zusammen und beginnt zu krampfen. Doch wie der Dompteur auf den Anfall des Tieres reagiert ist einfach nur furchtbar...

Schon seit Jahren bestehen Tierschützer darauf, dass Wildtiere nichts in einem Zirkus zu suchen haben. In einigen europäischen Städten wurden bereits Verbote durchgesetzt, doch in Deutschland ist die Lage noch immer dramatisch.

Spätestens diese grausame Szene dürfte die Diskussion jedoch erneut ins Rollen bringen: Mitten in einer Vorstellung bricht ein Tiger in einem russischen Zirkuszelt zusammen und krampft. Um ihn wieder auf die Beine zu bringen, schüttet der Trainer Artur Bagdasarov kaltes Wasser auf ihn und zieht an seinem Schwanz. Es ist nicht das erste Skandalvideo, das uns aus einem russischen Zirkuszelt erreicht - ein Elefant war bereits bei einer früheren Vorstellung plötzlich von einem Podest gestürzt. 

Ein Schauspiel des Grauens 

Auf dem von einem Zuschauer aufgenommenen Video sehen wir nun einen Tiger inmitten einer Vorstellung. Die Raubkatze versucht, durch die Feuerringe zu springen und wird vom russischen Duo Artur Bagdasarov und seiner Schwester Karina angespornt. Aber mitten in der Show bricht der Tiger zusammen und krampft.  

Eine unvorstellbare Szene spielt sich vor den Augen des Publikums ab. Der Dompteur geht auf den Tiger zu und zieht an seinem Schwanz, während ein anderes Mitglied der Zirkustruppe einen Eimer Wasser auf das leidende Tier schüttet. Ein Versuch, ihn wiederzubeleben, damit er die Show fortsetzen kann?

Keine Tierquälerei - nur Schadensbegrenzung

Als sie der Tierquälerei beschuldigt werden, protestieren und erklären die beiden, dass sie nur versucht haben, Schadensbegrenzung zu betreiben. Laut den beiden hätten die anderen sechs Tiger die Schwäche des Tieres spüren können und hätten sich auf das schwache Tier stürzen und ein echtes Blutbad anrichten können.   

„Artur tat sein Bestes, damit Zena wieder zu sich kommt, er machte alles richtig. Er untersuchte ihn und schüttete kaltes Wasser über ihn. Wichtig war, dass er nicht von den anderen Tieren angegriffen wird“, sagt Karina. Anschließend fügt sie hinzu: „Für sie ist ein schwaches Tier ein einfaches Ziel. Es ist eine Einladung, es zu attackieren. Wenn wir sie nicht aufgehalten hätten, hätte es in einem Blutbad enden können.

Was Artur Bagdasarov betrifft, so behauptet er, dass er keine andere Wahl hatte als am Schwanz des Tieres zu ziehen. „Ich musste ihn vom Sicherheitszaun fernhalten, er wäre sonst auf das Publikum gestürzt. Ich brachte ihn an einen sicheren Ort, damit er nicht von den anderen Tigern angegriffen wird.“

„Karina kontrollierte die anderen sechs Tiger, sie konnte sich nicht um Zena kümmern. Es ist nicht nur eine Katze, es ist ein sibirischer Tiger, ich hätte ihn nie allein bewegen können. Der Tiger wiegt an die 200 Kilo. [...] Es war für alle eine kritische Situation. Es war sehr schockierend.“

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„Es wurde alles getan, um ihm zu helfen“

Er besteht auch darauf, dass die Musik gestoppt wird und dass ihm jemand Wasser bringt. Artur erklärt, dass er richtig handelt: „Von dem Moment an, als die Musik aufhörte und der Tiger mit Wasser benässt wurde, wachte er auf. Es wurde alles getan, um ihm zu helfen.“ Karina und ihr Bruder, die aus einer großen russischen Dompteurdynastie stammen, werden beschuldigt, dass der Elektroschocker in ihren Händen für die Anfälle des Tieres verantwortlich sei. Auf diese Anschuldigungen antwortet das Duo: „Wir haben keinen Taser und wir werden jeden fertig machen, der etwas anderes sagt.

Die Ursachen für den Anfall sind noch unbekannt. Anscheinend hat Zena ihre Kraft wiedererlangt und muss nun weiterhin im Zirkus auftreten. 

Juliane Kretsch-Oppenhovel
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