"Advo-Dating" verspricht der Dating-Trend 2021 zu werden

Online-Dating kann aufregend und vielversprechend sein - aber manchmal auch eins: Enttäuschend. Denn was über das Internet so spannend beginnt, funktioniert im echten Leben oftmals so rein gar nicht. Dank Advo-Dating sollen derlei Enttäuschungen nun endgültig der Vergangenheit angehören. Doch was genau steckt eigentlich hinter diesem neuen Dating-Trend?

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Liebe in Zeiten einer globalen Pandemie zu finden, ist nicht einfach. Entweder man datet gar nicht, oder wenn man es tut, bringen einen die Beschränkungen dazu, sich gleich in die Vollen zu stürzen - da ein langsames Daten mit Kino, oder dem Drink in der Bar inklusive dem Kennenlernen der Überzeugungen des Gegenübers, lange Zeit nicht möglich war. Demzufolge hat sich auch die Art zu daten verändert und einen neuen Trend erschaffen: Advo-Dating.

Advo-Dating definiert die Dating-Gewohnheiten neu

Dieser englische Begriff ist eine Zusammensetzung aus den englischen Worten für "verteidigen" - und "daten" - und bedeutet kurz gesagt, Daten mit dem Ziel einen Partner auf Augenhöhe zu suchen. Dies soll funktionieren, indem man sich beim Kennenlernen auf die politischen, moralischen oder ökologischen Ansichten konzentriert. Die Idee ist es, jemanden zu finden, dem die gleichen moralischen Werte innewohnen ​​wie einem selbst.

Die bekannten Dating-Siten haben dieses Prinzip bereits gut verinnerlicht: Wenn zwei Mitglieder dieselben Werte teilen, ist es wahrscheinlicher, dass sie ein Match haben, sich dann mit einander unterhalten können und schließlich sogar eine romantische Beziehung beginnt. Um die Nachfrage danach zu bedienen, haben Dating-Apps wie OkCupid oder Bumble Fragebögen entwickelt. Und auch wenn Millennials und die Generation Z am meisten zu Advo-Dating tendieren, überzeugt dieser Trend jeden Tag auf's Neue immer mehr Singles auf der ganzen Welt.

Mit Advo-Dating zu einer erfolgreichen Beziehung

Eine 2017 von der FIFG durchgeführte Umfrage zeigt, dass sich drei Viertel der Personen in einer Beziehung auf derselben politischen Seite wie ihr Partner verorten würden und dass 85% von ihnen diesen gemeinsamen Standpunkt bereits vor ihrem ersten Treffen teilen. Dieser Trend ist umso klarer, da Frauen sich in jüngster Zeit wieder vermehrt für das Thema Politik interessieren, welches früher Männern vorbehalten war. Und diese neue Positionierung innerhalb der Gesellschaft erklärt auch, warum sie mit dem Advo-Dating begonnen haben: Es ist eine Möglichkeit, Politik in eine intime Umgebung zu bringen und jemanden zu finden, der den eigenen Überzeugungen entspricht.

Während über den Erfolg einer Beziehung mitunter also eine Überschneidung von Überzeugungen und romantischen Gefühlen entscheidet, ist eine gemeinsame Wertvorstellung zweifellos ein positiver Schritt nach vorne. Unabhängig davon, ob man an unzähligen Demonstrationen teilnimmt oder den eigenen Aktivismus anderweitig zum Ausdruck bringt - Advo-Dating kann die Lösung für politisch interessierte und engagierte Menschen sein, die sich von ihrem Gegenüber nicht nur Romantik, sondern auch eine geistige Begegnung auf Augenhöhe wünschen. Leider hat die Pandemie aber auch unschöne Dating-Trends zum Vorschein gebracht. Erfahre hier, mit welcher Art von Männern du deine Zeit auf Dating-Plattformen lieber nicht verschwenden solltest.