Covid-19: Warum eine bestimmte Frauengruppe einen besonders schweren Verlauf hat

Eine Studie aus Großbritannien zeigt, dass eine ganz bestimmte Gruppe von Frauen besonders oft einen schwereren Krankheitsverlauf haben. Die Ursache dafür erfahrt ihr hier.

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Männer sind stärker vom Coronavirus betroffen als Frauen. Die Ergebnisse der letzten Monate zeigen, dass sie unter einem schwereren Verlauf der Krankheit leiden und häufiger im Krankenhaus behandelt werden müssen. Forscher:innen glauben jetzt, dass das etwas mit dem Hormon Östrogen zu tun haben könnte, das ausschließlich bei Frauen vorkommt.

Frauen in den Wechseljahren weisen stärkere Symptome auf

Denn eine neue Studie aus Großbritannien, die im Fachmagazin medrxiv erschienen ist, zeigt, dass auch Frauen in den Wechseljahren schwerere Symptome aufweisen, als solche, die noch ihre Regelblutung haben. Dafür wurden die Daten von 500.000 Britinnen unterschiedlichen Alters untersucht und analysiert.

Die Forscher:innen des King’s College London stellen fest, dass 22 Prozent der Frauen nach den Wechseljahren stärker unter Covid-19 leiden als die anderen. Bei der Menopause wird die Östrogen-Produktion im Körper heruntergefahren. Daraus schließen sie, dass ein Zusammenhang zwischen dem Hormon und dem Krankheitsverlauf bestehen kann.

Hormonersatztherapien können helfen

Eine Ausnahme bilden Frauen, die aufgrund ihrer Wechseljahre eine Hormonersatztherapie gemacht haben. Bei ihnen zeigt sich ebenfalls ein milderer Verlauf der Krankheit. Gleiches gilt für Frauen, die regelmäßig die Verhütungspille einnehmen. Das britische Forscherteam stellt aber auch klar, dass noch weiter geforscht werden muss, um die Ergebnisse besser einschätzen zu können.