Darum nützt es überhaupt nichts, die Toilettenbrille mit Papier zu belegen

Wusstest du schon, dass, wenn du deinen Allerwertesten schützt, indem du den Sitz auf öffentlichen Toiletten mit Papier bedeckst oder gleich in der Hocke bleibst, dies nicht bedeutet, den Kontakt mit Bakterien zu vermeiden? Das steckt dahinter.

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Die Verwendung von Toilettenauflagen ist in den Vereinigten Staaten weit verbreitet, über die Landesgrenzen hinaus ist diese Methode jedoch weniger üblich.

In Deutschland wird häufig Toilettenpapier auf dem Sitz ausgelegt, um sich selbst das Gefühl zu vermitteln, mit den Bakterien auf der Klobrille weniger in Kontakt zu geraten. Die Sportlicheren von uns setzen sich gar nicht erst hin, sondern stählen ihre Oberschenkelmuskulatur, indem sie über der Schüssel hocken. Das ist aber manchmal gar nicht so einfach und anscheinend hilft beides nicht unbedingt davor, sich von Bakterien fernzuhalten.

Die Vorsichtsmaßnahmen sind völlig umsonst

Es ist jedoch zu beachten, dass die auf öffentlichen Toiletten vorhandenen Bakterien bereits auf der eigenen Haut zu finden sind. Das behauptet Professor Charles P. Gerba der University of Arizona.

Die Angst davor, sich mit ekelerregenden Bakterien zu benetzen, indem man sich auf eine öffentliche Toilette setzt, ist anscheinend etwas übertrieben. Denn laut dem Professor befinden sich zweihundert mal mehr Bakterien auf unserem Handy als auf dem WC-Sitz einer öffentlichen Toilette.

Eine regelmäßige Reinigung des Schreibtischs wäre daher in erster Linie viel effektiver als die Verwendung von Toilettenauflagen im WC. Zumindest sollte man jedoch die Tatsache berücksichtigen, dass die Arbeitsumgebung nicht immun gegen Bakterien und andere Mikroben und somit nicht steril ist. Außerdem gelangen im Fall des Handys und des Schreibtisches die Bakterien direkt auf die Hände, mit denen wir essen und uns im Laufe des Tages oftmals das Gesicht berühren...