Gut für die Gesundheit: Erotische Träume und worauf sie hinweisen
Gut für die Gesundheit: Erotische Träume und worauf sie hinweisen
Weiterlesen

Gut für die Gesundheit: Erotische Träume und worauf sie hinweisen

Unsere erotischen Träume lassen uns beim Aufwachen manchmal perplex, ein bisschen verlegen und vielleicht sogar verstört zurück. Dabei sind solche etwas ganz Normales. Jeder hat sie und noch dazu verraten sie dir, wie es um deine Gesundheit steht! Wir verraten dir alles.

Nach einem erotischen Traum fühlen wir uns beim Aufwachen meist ein bisschen verloren, wenn nicht sogar beschämt oder verlegen. Dabei ist das etwas ganz Natürliches.

Kein Grund zur Scham: Erotische Träume bestätigen, dass du bei guter Gesundheit bist megaflopp@Getty Images

Nach Expertenmeinung sind erotische Träume ein Zeichen des Wohlbefindens und guter Gesundheit. Statistiken nach geben 70 Prozent aller Frauen und 80 Prozent der Männer an, erotische Träume zu haben. Den Unterschied macht vor allem die Art dieser Träume aus. Und auch ihre Bedeutung.

Träume von Orgasmus durch Selbstbefriedigung

Einer der häufigsten erotischen Träume ist der Orgasmus durch Selbstbefriedigung. Davon zu träumen, sich selbst zu berühren und Spaß daran zu haben, bedeutet, im Einklang mit sich selbst und seinen Bedürfnissen zu sein.

Der Traum, sich selbst etwas Gutes zu tun, ist ein kein schlechtes Zeichen und bedeutet im übertragenen Sinne, dass man dazu bereit ist, sich auch im wahren Leben etwas selbst zu verwöhnen. Es kann aber auch bedeuten, dass der Träumer gewillt ist, sich solche intimen Momente im wahren Leben zu gönnen und manchmal gern mit sich allein wäre.

Bei Träumen von Penetration ist die Libido in Alarmbereitschaft

Wer als Frau vom Eindringen in den weiblichen Körper träumt, wird von seinem Unterbewusstsein darauf aufmerksam gemacht, dass sich seine Libido in Alarmbereitschaft befindet und vielleicht unbefriedigt ist. Solche Träume bedeuten, dass du gern mehr Zeit im Bett verbringen würdest.

Traumdeuter und Psychoanalyst Tristan-Frédéric Moir sagt dazu:

Diese Träume sind gesund, weil wir ohne sie einen Mangel verspüren würden und mit unserer Sexualität im Ungleichgewicht wären.

Dasselbe gilt für Männer, die nachts feuchtfröhliche Träume haben: ihre sexuellen Wünsche bleiben anscheinend unerfüllt.

Träume von Sex mit einem Ex-Partner

Es kommt vor, nachts davon zu träumen, mit dem Ex-Partner zu schlafen. Wer ist nach so einem Traum nicht verlegen und fühlt sich ein wenig schuldig, von seinem derzeitigen Partner wachgeküsst zu werden? Doch die Deutung dieses Traums ist komplex. So ein Traum bedeutet nicht unbedingt, dass die alte Beziehung zurückersehnt wird.

Traumexperte Tristan-Frédéric Moir deutet Träume vom Sex mit dem Ex anhand alter Geschlechter-Klischees, deren Grundidee, dass in jedem Menschen etwas von beiden Geschlechtern steckt, durchaus nachvollziehbar ist:

Wir haben beide Pole: einen weiblichen Pol, der mit Intuition und Gefühl zu tun hat, und einen männlichen Pol, bei dem es um Handlung und Bewegung geht. Wenn eine Frau davon träumt, Sex mit ihrem Ex-Partner zu haben, dann muss dieser nicht unbedingt das andere Geschlecht verkörpern, sondern kann eventuell auch die Suche nach ihrem männlichen Pol verkörpern, den Wunsch, ihr Leben in die Hand zu nehmen und ihre Träume zu verwirklichen.

Wiederholt sich der Traum, vielleicht sogar öfters, dann stellt sich allerdings die Frage, ob es nicht doch noch etwas zu verarbeiten gibt und unterschwellige Sehnsüchte vorhanden sind.

Erotische Träume mit einer Person des gleichen Geschlechts

Ebenfalls sehr häufig vorkommende erotische Träume, die uns dann hinterher verstört und perplex zurücklassen, sind Träume von Geschlechtsverkehr mit einer gleichgeschlechtlichen Person. Doch auch hier sollten wir wieder keine voreiligen Schlüsse ziehen.

Vielleicht handelt es sich dabei ja nur um eine Art Kontaktaufnahme mit uns selbst und es geht gar nicht um das andere Geschlecht. Es geht vielmehr darum, sich seiner selbst bewusst zu werden. "Bei diesem Traum handelt es sich um einen Klassiker. Doch er kommt häufiger bei Frauen als bei Männern vor. Sie sind offener und haben weniger Tabus", erklärt Tristan-Frédéric Moir.

Wir hoffen, dieser Artikel hilft euch dabei, besser mit euren erotischen Träumen umzugehen und euch weniger Gedanken über sie zu machen. Sie sind eine gesunde Reaktion von Körper und Geist und nichts, wofür ihr euch schämen müsstet.

Von Sarah Kirsch

Keine Verbindung
Bitte Einstellungen prüfen