Der Schlüssel zum Glück: Langlebige Beziehungen zeichnen sich durch Verspieltheit aus

Wieso bleiben manche Paare lange zusammen? Eine Studie versucht, Antworten auf diese Frage zu finden. In ihrer Veröffentlichung geben diese Forscher das Geheimnis preis, das hinter einer funktionierenden Liebesbeziehung steht. Entdeckt hier das Rezept, um euer Liebesfeuer am Lodern zu halten.

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Mit Hilfe so mancher Tricks kann man Liebesbeziehungen auf Dauer lebendig halten. Verschiedene Paare versuchen beispielsweise, immer gemeinsame Projekte zu haben, um ihre Beziehung am Laufen zu halten. Bei anderen stehen dann die zahlreichen Zugeständnisse an den Partner im Vordergrund, um diesen bei Laune zu halten. Glaubt man allerdings dieser neuen Studie, ist das Geheimnis für den Erhalt der ursprünglichen Verbundenheit eher auf der verspielten Ebene zu suchen. Im Klartext geht es also um die Faktoren Verspieltheit und Schalkhaftigkeit, die gemeinsam den Weg für eine dauerhafte Beziehung ebnen.

Zu diesem Ergebnis kommt also eine Studie, die im März in der Fachzeitschrift Social and Personality Psychology Compass publiziert worden ist. Im Rahmen dieses Aufsatzes definieren die Wissenschaftler auch, was Schalkhaftigkeit und Verspieltheit bedeuten. Genauer ist hier zu lesen:

Verspieltheit ist eine variable Größe, die Menschen erlaubt, alltägliche Situationen ständig wieder anders zu beleuchten, so dass sie diese als unterhaltsam und/oder intellektuell und/oder persönlich anregend wahrnehmen. Menschen, die das höchste Niveau dieses Spiels erreicht haben, suchen und führen Situationen herbei, in denen sie sich scherzhaft mit anderen auslassen können.

Paarbeziehung: Verspieltheit sorgt für Langlebigkeit

Wissenschaftler von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg haben im Rahmen ihrer Forschungen die Rolle untersucht, die der Verspieltheit und der Schalkhaftigkeit innerhalb von Liebesbeziehungen zukommt.

Ihnen ist aufgefallen, dass Verspieltheit und Schalkhaftigkeit die Verbindung zwischen den beiden Partnern verstärken. Auch wird beobachtet, dass das genauer dazu führt, positive Gefühle zu erleben und wahrzunehmen. Dieser Effekt steht vielleicht mit möglichen biologischen Vorgängen in Zusammenhang, wie der Aktivierung von Hormonen oder der von bestimmten Bereichen unseres Gehirns, möchte man den Autoren der Studie hier Glauben schenken.

Die Sprache der Liebe

Die Verspieltheit hat angeblich auch einen Einfluss darauf, wie die Verliebten miteinander kommunizieren und umgehen. Die Forscher stellen dabei fest, dass dies Auswirkungen auf die Zufriedenheit und das Vertrauen innerhalb einer Beziehung hat, also auch was ihre Dauerhaftigkeit betrifft.

Kay Brauer, einer der Autoren der Studie und Forscher an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, sagt hierzu in einer Pressemitteilung:

Unsere Forschungen zeigen, dass der Umstand, verspielt zu sein, die Liebesbeziehung verbessert.

Brauer setzt dann noch hinzu:

Spielerische Verhaltensweisen wie das Überraschen des Partners, das Nacherzählen und Nachspielen von gemeinsamen Erlebnissen mit dem Partner oder das gemeinsame Gestalten von neuen Erfahrungen steuern oft zum Glück und zur Langlebigkeit von Beziehungen bei.