Emotional Detox: 5 Alltags-Übungen gegen negative Gefühle

Kennst du das? Manchmal fühlst du dich einfach überflutet von Eindrücken und Informationen. Und so entstehen auch oft negative Empfindungen, denen wir im Alltag oft gar nicht mehr nachkommen können. Wir zeigen dir, wie du sie auch im Alltag verarbeitest - mit nur wenig Zeit.

Emotional Detox: 5 Alltags-Übungen gegen negative Gefühle
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Wie ein überfüllter Instagram-Feed werden auch wir in Zeiten digitaler Dauererreichbarkeit oft mit negativen Eindrücken konfrontiert, die unschöne Gefühle in uns hervorrufen. In der Schnelllebigkeit unserer Zeit bleiben diese dann oft auf der Strecke und belasten uns subtil aber dennoch spürbar.

Ein Hausputz für die Seele

Doch die Verdrängung dieser Gedanken und Empfindungen rächt sich. Ab einem gewissen Punkt stauen sich die negativen Emotionen an und erzeugen in uns ein Gefühl der Schwere und Antriebslosigkeit. Durch gewisse Trigger können sie außerdem jederzeit wieder in dir aktiviert werden. Und da kommt Emotional Detox ins Spiel.

Die Methode des Emotional Detox lässt sich am besten als eine Art Reinigung der Seele beschreiben. Ein solches psychisches Wellness-Programm beschert dir neue Energie. Es geht darum, deine Gedanken zu Ende zu denken und deinen toxischen Gefühlen und Ängsten den Raum zu geben, den sie brauchen.

5 einfache Übungen für dich

Wer nun denkt, dass diese Praktik an Egoismus grenzt.. weit gefehlt! Wenn du dich nämlich mit deinen eigenen Empfindungen eingehender beschäftigst, geht es nicht nur dir sondern auch einer Umgebung automatisch besser. Durch die folgenden Übungen wirst du selbst glücklicher und begegnest dadurch auch anderen mit mehr Empathie und Herzlichkeit.

1) Stimuliere deine Glückshormone

Durch unsere Gefühle werden Hormone produziert. Und die lassen sich in zwei Kategorien einteilen: Toxisch und wohltuend. Angst, Adrenalin und Kortisol haben massive Konsequenzen für uns, wenn sie übermässig ausgeschüttet werden.

Doch die Folgen dieser Stresshormone können mit der bewussten Anregung von Glückshormonen geheilt werden. Wie das geht? Der Produktion von Oxytocin, Dopamin Endorphin und Serotonin kannst du künstlich nachhelfen. Lache einfach, wann immer es geht, nehme ein Sonnenbad, mache Sport oder Gartenarbeit, höre Musik, berühre deine Liebsten.. oder versuche es mit Yoga und Entspannungstechniken.

2) Yoga & Meditation

Anders als in Stresssituationen wird beim Yoga, der Meditation und solchen Techniken, wie der Sophrologie, unser parasympathisches Nervensystem aktiviert. Dieses natürliche Antidepressivum sorgt dafür, dass dein Körper und dein Geist sich entspannen, deine Herzfrequenz sinkt und deine Verdauung angeregt wird.

So werden behutsam deine negativen Empfindungen aufgelöst und du kommst wieder ganz im Hier und Jetzt an. Besonders diese vier Yoga-Positionen werden für ihre heilsame Wirkung immer wieder empfohlen: Die Katze, die Taube, das glückliche Baby und der Schmetterling.

3) Bring' es zu Papier

Klar, manche Situationen sind einfach schmerzhaft. Da kommt man nicht drumherum und das lässt sich auch nicht einfach wegmeditieren. So sehr es für ein glückliches Leben wichtig ist, Dankbarkeit zu empfinden, so wichtig ist es auch, bei schmerzhaften Ereignissen Sinn zu finden. Denn Schicksalsschläge bringen nicht nur Leid mit sich sondern bieten dir immer auch die Chance, dich selbst besser kennenzulernen und deinen Selbstwert zu steigern.

Versuche es doch mal mit einem Prisma des Glücks: Nehme ein Blatt Papier und falte es in zwei Teile. Auf beide Teile zeichnest du je zwei Spalten. Notiere auf der ersten Hälfte links kurz die Ereignisse. Daneben beschreibst du nun deine Empfindungen. Nun trägst du auf der anderen Hälfte rechts dein "Urteil" zu dem Ereignis ein und daneben eine "freundliche Interpretation" des Geschehenen. Diese Übung wird dir dabei helfen, Abstand zu deinem Schmerz zu gewinnen.

4) Nehme Entschuldigungen an - für Dich selbst

In Anlehnung an die vorherige Übung haben Vergebung und Resilienz viele Vorteile, einschließlich des Zurücklassens negativer Emotionen. Anders als man vermutlich annehmen würde, dient Vergeben in erster Linie einem selbst und nicht dem Gegenüber.

Denn indem du vergibst, erklärst du dich damit einverstanden, dich von einer toxischen Person zu lösen und dich gleichzeitig auch von den damit verbundenen Gefühlen zu befreien: Wut, Verbitterung, Frustration, Verachtung oder Bedauern.. Zusätzlich zur Entgiftung deines Geistes kannst du so auch deinen Körper beruhigen, da sich so die physischen Spannungen reduzieren, die durch toxische Emotionen verursacht werden.

5) Nutze die Kräfte der Natur

Während unsere Vorfahren in ständigem Kontakt mit der Natur und ihrer Artenvielfalt lebten, wohnt heute der Großteil der Bevölkerung im urbanisierten Raum. Das Eintauchen in die Natur ist keine Selbstverständlichkeit mehr, sondern beschränkt sich bei vielen (wenn überhaupt) auf das Wochenende. Dieser Mangel stört unseren Mandelkern (unser emotionales Gehirn) und kann infolgedessen die Angst erhöhen.

Um diesen Mangel auszugleichen und deine Konzentrationsfähigkeit zu erhöhen, sind Waldspaziergänge - heute auch als "Waldbäder" bekannt - eine wirksame Praxis. Mit ihnen senkst du deinen Pegel an Stresshormonen und deinen Blutdruck. Hier findest du alles, was du brauchst, um deine Waldbad-Session vorzubereiten. Übrigens verbessert auch der Kontakt mit dem Meer dein Wohlbefinden und mindert Depressionen.