Es lauert eine Gefahr für Babys, wenn das Fläschchen so zubereitet wird
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Es lauert eine Gefahr für Babys, wenn das Fläschchen so zubereitet wird

Eine neue Studie aus den USA liefert erschreckende Ergebnisse: Demnach nehmen Babys durch das Nuckeln am Fläschchen durchschnittlich 1,5 Millionen Partikel an Mikroplastik auf - und das pro Tag...

Wenn es nach der Weltgesundheitsorganisation WHO ginge, sollten alle Mütter ihren Neugeborenen die Brust geben, da die Muttermilch viele wertvolle Nährstoffe enthält. Eine Mutter denkt sogar, dass ihre Muttermilch ihr Kind vor Impfungen schützt.

Neben einigen anderen Gründen haben die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen des Trinity College jetzt ein weiteres bedeutendes Argument: Bei der Zubereitung von Ersatzmilch und durch das Füttern mit dem Fläschchen sollen Babys demnach durchschnittlich etwa 1,5 Millionen Mikroplastikpartikel zu sich nehmen.

Babyfläschchen beinhalten Millionen Partikel an Mikroplastik

Ein Erwachsener nimmt hingegen durchschnittlich durch Wasser, Nahrung und Luft pro Tag etwa 600 Partikel zu sich. Die Partikel im Fläschchen kommen dabei nicht hauptsächlich aus dem Milchpulver, sondern aus dem Fläschchen selbst, wie die Forschenden in der Fachzeitschrift Nature Food berichten.

Entscheidend sei die Temperatur der Flüssigkeit in der Flasche, da diese darüber bestimme, wie viel Mikroplastik freigesetzt werde. In vielen Ländern empfehlen die Gesundheitsbehörden eine Temperatur von mindestens 70 Grad, um das Risiko einer Salmonelleninfektion zu minimieren.

In einem in der Studie untersuchten Fall stieg in 25 Grad warmer Flüssigkeit die Zahl von 600 000 Partikeln pro Liter bei einer Temperatur von 95 Grad auf 55 Millionen Partikel.

Mikroplastik kann durch Babyfläschchen in den Organismus gelangen.  Catherine Delahaye@Getty Images

Statt Kunststoff lieber Glas oder Edelstahl verwenden

Den Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen läge es aber fern, Panik zu schüren, wie John Boland erklärt: "Das Letzte, was wir wollen, ist, Eltern unnötig zu ängstigen", so der der an der Studie beteiligte Chemiker. "Umso mehr, als es noch keine ausreichenden Informationen über die potenziellen gesundheitlichen Folgen von Mikroplastik für Kleinkinder gibt."

In der Pressemitteilung zu ihrem veröffentlichten Artikel raten die Forschenden allerdings dazu, statt einem Wasserkocher aus Plastik einen aus Edelstahl oder Glas zu verwenden, die Ersatzmilch nicht in der Flasche zu schütteln und nicht in Plastikbehältern in der Mikrowelle zu erhitzen.

Und um ganz sicher zu gehen, sollte auf Babyfläschchen aus Kunststoff gänzlich verzichtet und statt dessen auf Modelle aus Edelstahl oder Glas zurückgegriffen werden.

Von Maximilian Vogel

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