Falsche Corona-Ernährung: Berlin ist um 9.000 Tonnen schwerer als vor Pandemie-Beginn!
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Falsche Corona-Ernährung: Berlin ist um 9.000 Tonnen schwerer als vor Pandemie-Beginn!

Von Maximilian Vogel

Na, bringt ihr seit Beginn der Corona-Krise auch ein paar Kilo mehr auf die Waage? Damit seid ihr nicht allein. Dennoch kann der Verlust von festen Strukturen und einer ausgewogenen Ernährung bei vielen zu ernsthaften Problemen führen.

Die Corona-Pandemie hat nicht nur unseren Alltag auf den Kopf gestellt, sondern bei vielen auch die Ernährung. Während sich manche gesünder ernähren, weil sie durch geschlossene Restaurants mehr zuhause frisch kochen, greifen andere viel öfter zu Snacks und Fertigprodukten. Nach einem Jahr Lockdown und Homeoffice ist es Zeit, Bilanz zu ziehen.

Berlin wiegt 9.000 Tonnen mehr

Hierfür hat der rbb eine repräsentative Online-Umfrage durchgeführt und die Berliner und Brandenburger gefragt, wie sich ihr Gewicht verändert hat. Mit erschreckenden Ergebnissen. 43 Prozent der Befragten geben an, während der Pandemie an Gewicht zugenommen zu haben.

28 Prozent der Betroffenen sagen, dass sie drei bis vier Kilo mehr wiegen. Bei 21 Prozent sind es fünf bis neun Kilo. Bei 14 Prozent sogar zehn oder mehr Kilo.

Durchschnittlich sollen es bei den Befragten 5,5 Kilo mehr auf der Waage sein. Die Hochrechnung zeigt: wenn 43 Prozent der Berliner 5,5 Kilo zugenommen haben, wiegt die Hauptstadt insgesamt 9.000 Tonnen mehr.

Bei Lockdown und Homeschooling bleiben nicht mehr viele Aktivitäten übrig, als zu essen...  Tatiana Twinslol@Pexels

Vor allem Kinder aus Familien mit niedrigem Bildungsstand

Besonders betroffen sind Kinder aus Familien mit niedrigerem Bildungsstand. Häufig wissen Eltern hier nicht genau, was eine gesunde Ernährung ausmacht und essen einseitig und unausgewogen.

Die einzigen ausgewogenen Mahlzeiten bekommen die Kinder in der Kita oder Schule, die während der Pandemie nur unregelmäßig geöffnet waren. Auch psychisch leiden Kinder sehr unter den Auswirkungen der derzeitigen Lage.

Mehr Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen

Diese Veränderungen können schlimme Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche haben, vor allem auf solche, die bereits vor der Pandemie Probleme hatten. Denn die meisten adipösen Jugendlichen bleiben auch als Erwachsene adipös. Das erhöht das Risiko für Diabetes, Herzerkrankungen oder Bluthochdruck.

Außerdem hat sich im Klinikum Nürnberg die Zahl der Kinder und Jugendlichen mit Essstörungen fast verdoppelt. Viele leiden unter Magersucht, ausgelöst durch den Wegfall sozialer Kontakte, fester Strukturen und Mahlzeit. Der Verlust der Kontrolle verunsichert diese Jugendliche. Diese versuchen sie wenigstens durch die Kontrolle des Essens zurückzubekommen.

Es ist also besonders wichtig auf sich und seine Umgebung zu achten und sich während der Pandemie so gesund wie möglich zu ernähren. Auch wenn in manchen Familien die Zeit fehlt, gesund und ausgewogen zu kochen, es ist dennoch wichtig, es zu probieren. Kleine Sporteinheiten pro Tag halten den Körper zusätzlich fit.


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