Feline Immundefizienz-Virus: Was muss ich wissen, wenn meine Katze an Aids leidet?
Feline Immundefizienz-Virus: Was muss ich wissen, wenn meine Katze an Aids leidet?
Feline Immundefizienz-Virus: Was muss ich wissen, wenn meine Katze an Aids leidet?
Weiterlesen

Feline Immundefizienz-Virus: Was muss ich wissen, wenn meine Katze an Aids leidet?

Das Feline Immundefizienz-Virus (FIV) wird umgangssprachlich auch Katzenaids genannt. Wir klären euch über die Krankheit, die dem menschlichen AIDS-Virus ähnelt, auf.

Auch Katzen können an einer Krankheit leiden, die dem menschlichen AIDS-Virus sehr ähnlich ist. Das Feline Immundefizienz-Virus wird meist über Bisse von Katze zu Katze übertragen. Außerhalb des Körpers ist das Virus nur wenige Sekunden überlebensfähig, wodurch eine Ansteckung durch Putzen oder das Fressen aus der gleichen Schale sehr unwahrscheinlich wird.

Verlauf der Infektion

Besonders oft sind freilaufende Katzen von dem Virus betroffen. Die Infektion kann durch den Deckakt oder durch Bisse entstehen. Bei Rivalitäten um das Revier kommt es oft zu Kämpfen und die Katzen beißen sich. Dadurch wird das Virus am häufigsten übertragen. Wenn die Katzen nicht kastriert sind, kommt es besonders oft zu Kämpfen.

Wenn eine Katze mit dem Virus infiziert wird, dringt das Virus in die Immunzellen ein und integriert sich in die Katzen-DNA. Dadurch werden immer mehr FIV-Zellen produziert. Nach der Infektion können fünf bis zehn Jahre vergehen, bis die ersten Symptome auftreten. Deshalb sollte man seine Katze, vor allem Freigänger, regelmäßig testen lassen.

Für Katzenaids gibt es keine Heilung oder Impfung. Zwar gibt es in den USA ein Impfmittel, das basiert aber auf einem anderen FIV-Stamm und hilft nicht gegen das europäische Katzenaids. Alles, was man tun kann, ist die Behandlung der auftretenden Symptome.

Symptome

Wenn eine Katze das FI-Virus in sich trägt, können folgende Symptome auftreten: Lymphknotenschwellung, Fieber, Inappetenz, Gewichtsverlust, chronische Entzündungen der Maulschleimhaut, Blutarmut, Tumoren, Augenveränderungen, neurologischen Symptomen und Infektionskrankheiten.

Das Immunsystem ist durch das Virus so geschwächt, dass es Krankheiten nicht mehr abwehren kann. Das sieht man der Katze dann auch an: Sie sieht krank und ungepflegt aus.

Diagnose

Wie auch beim Menschen wird das Virus anhand des Blutes festgestellt. Es gibt mehrere Methoden, um das Blut auf Katzenaids zu testen. Wichtig hierbei ist, dass der Test nicht mit Vollblut gemacht wird. Außerdem ist wichtig, dass zwei verschiedene Tests gemacht werden, um eine zweifelsfreie Diagnose stellen zu können (rekombinantes Verfahren).

Behandlung

Wie bereits erwähnt, kann Katzenaids nicht behandelt werden. Allerdings können die oben aufgeführten Symptome gut behandelt werden. Außerdem kann man Chemotherapeutika einsetzen, um das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen.

Wichtig ist auch, dass FIV die Lebenserwartung nicht einschränkt und eine Diagnose nicht bedeutet, dass man die Katze sofort einschläfern lassen muss. Wie man am besten mit einer infizierten Katze umgeht, verraten wir euch im Video oben.

Von Sarah Kirsch

Keine Verbindung
Bitte Einstellungen prüfen