Libido-Killer: So tötet der Fernseher im Schlafzimmer unser Liebesleben
Libido-Killer: So tötet der Fernseher im Schlafzimmer unser Liebesleben
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Libido-Killer: So tötet der Fernseher im Schlafzimmer unser Liebesleben

Ist Fernsehen im Bett ein echter Liebeskiller? Ja, denn der kleine Bildschirm kann die innere Distanz eines Paares vergrößern. Andererseits kann gemeinsames Fernsehen auch Momente des Miteinanders erzeugen und muss nicht unbedingt Körperkontakt verhindern.

Wenn der Fernseher läuft, ist das nicht gerade die perfekte Ausgangssituation für ein tiefgehendes Gespräch oder einen romantischen Abend. Sobald der Fernseher angeschaltet ist, sind wir abgelenkt und folgen den Worten unseres Partners, unserer Partnerin nur noch unachtsam.

Fernsehen tötet Intimität

Da verwundert es wenig, dass Sexologen die These aufgestellt haben, dass der Fernseher im Schlafzimmer zum Libido-Killer wird:

Ein Paar wird nur funktionieren, wenn es Rituale aufstellt, auch erotische. Fernsehen tötet sie, weil es sie stört.

Diese These stellt der französische Sexologe Jacques Waynberg auf, der am Pariser Institut für Sexualwissenschaften tätig ist. Die Psychosoziologin Patricia Delahaie stimmt ihm in diesem Punkt zu und sagt, dass "alles, was sich vom Ehepartner abwendet, vom Teilen und vom Hautkontakt, für ein Paar bedrohlich ist". Das Fernsehen lenkt vom anderen ab und wir befinden uns zusammen allein.

Durch den Fernseher sind wir voneinander abgelenkt und ein Abstand tut sich zwischen einem Paar auf. Und diese Distanz zueinander, habe eine tatsächliche Auswirkung auf die Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs, so der Sexologe. Wie man dieser Falle entgeht und auch in einer langjährigen Beziehung ein ausgeglichenes Sexleben führt, verraten wir dir in dem Video weiter oben.

Ablenkung statt Körperkontakt

Jacques Waynberg erklärt, dass "vor einem Bildschirm zu sitzen, die Zeit für erotische Aktivitäten zwangsläufig verkürzt, da wir damit beschäftigt sind, fernzusehen".

Während das Schlafzimmer das Paar eigentlich näher zusammenbringen sollte, stört das Fernsehen die Intimität und kann sogar zur Ausrede werden, um den Sex gänzlich zu vermeiden. Darüber hinaus kommen Faktoren wie Hypervernetzung oder Stress hinzu, die uns daran hindern, auf unseren Körper und unsere Wünsche zu hören.

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Das Positive am Fernsehen

Es ist jedoch nicht notwendig, den Fernseher komplett zu verteufeln, denn er kann ein Paar auch, wenn man ihn richtig einsetzt, mehr zusammenzuschweißen. Bei einer Fernsehsendung diskutieren oder Körperkontakt beim Fernsehen sind zum Beispiel zwei Möglichkeiten, sich einander zu nähern.

Du musst deine Libido also nicht gleich begraben, wenn du einen Fernseher in dein Schlafzimmer stellst. Das Wichtigste ist, dass du deinen Partner dem Fernsehen überordnest und ihr gemeinsam von dem Apparat profitiert - doch Vorsicht: der Fernseher killt nicht nur die Libido, sondern kann laut einer Studie sogar dick machen!

Von Sarah Kirsch
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