It's a Match! Tinder macht Daten jetzt noch sicherer
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It's a Match! Tinder macht Daten jetzt noch sicherer

Die Corona-Pandemie hat das öffentliche und gesellschaftliche Leben weltweit stark eingeschränkt. Online-Dating-Plattformen wie Tinder profitieren davon. Jetzt will Tinder seine Nutzer in den USA auch besser schützen. Wie kann man sich das vorstellen?

Wenn man sich mit Menschen, die man über eine Dating-App kennengelernt hat, später persönlich trifft, geht man stets ein Risiko ein. Kennt man denn die wahre Identität seines Matches? Handelt es sich vielleicht um einen Gewaltverbrecher?

Um der von solchen Fragen ausgehenden Beunruhigung zu begegnen, hat Tinder angekündigt, dass demnächst Hintergrund-Checks zu den Profilen auf der Dating-App durchgeführt werden können. Die Nutzer können so erfahren, ob ihr Match schon wegen eines Gewaltverbrechens oder Missbrauchs aufgefallen ist. Die Funktion wird aber zunächst nur in den USA verfügbar sein. Ob sie dort eines kostenpflichtigen Abonnements bedarf, ist noch nicht sicher.

Tinder arbeitet mit Garbo zusammen

Wie soll denn das Schlagen einer Verbindung zwischen Namen bzw. Telefonnummern und möglichen Vorstrafen funktionieren? Tinder hat die Lösung hierzu in einer Zusammenarbeit mit der amerikanischen Non-Profit-Organisation Garbo gefunden. Diese wertet nämlich öffentliche Aufzeichnungen über Gewalt und Missbrauch aus, also von Verhaftungen, Verurteilungen, Belästigungen und von Gewaltverbrechen der verschiedensten Art.

Mit über 100 Millionen Nutzern ist Tinder die weltweit beliebteste Dating-App Mika Baumeister@Unsplash

Die Match Group, das Dachunternehmen von Tinder, dem auch andere Dating-Dienste gehören, hat viel Geld in diese Zusammenarbeit mit Garbo gesteckt. Das ist allerdings nicht völlig aus freien Stücken geschehen. Denn in einer 2019 durchgeführten Untersuchung sind mehrere registrierte Sexualstraftäter auf Dating-Plattformen der Match Group aufgefallen.

Der amerikanische Kongress schaltet sich ein

Nach Bekanntwerden der Ergebnisse dieser Untersuchung schreiben im Februar 2020 elf amerikanische Abgeordnete einen Brief an die Präsidentin der Match Group, Shar Dubey. Darin kann man unter anderem lesen:

Dating-Plattformen, wie die, die der Match Group gehören, müssen alles in ihrer Macht Stehende tun, um die Sicherheit ihrer Nutzer zu gewährleisten.

Dieser Aufruf ist dann nicht ungehört verhallt, wie auch die letzte Initiative von Tinder beweist. Ist so etwas aber auch bei uns möglich?

Kann der Hintergrund-Check auch in Deutschland funktionieren?

Ist der Hintergrund-Check auch in den USA zwar noch nicht unmittelbare Realität, kann man sich aber bereits fragen, ob so etwas möglicherweise auch in Deutschland eingeführt werden kann. Hier besteht noch reichlich Diskussionsbedarf.

Die in Deutschland im Vergleich zu den USA strengeren Datenschutzrichtlinien erleichtern die Fragestellung jedenfalls nicht. Wir werden euch hierzu auf dem Laufenden halten!


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