Von wegen Dickmacher: Darum kommt es bei der Kartoffel ganz auf die Zubereitung an

In Deutschland kann man sie sich nicht mehr vom Speiseplan wegdenken: Was wären wir ohne Kartoffelbrei, Pommes oder Kartoffelknödel? Dabei hat die Art der Zubereitung einer Kartoffel Einfluss auf den Gesundheitswert der Knolle. Wir erklären dir, was du über die Kartoffel wissen musst!

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Laut der Regeln zur gesunden Ernährung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählen Kartoffeln nicht zum Gemüse. Tatsächlich sind Kartoffeln Knollen von Pflanzen, die zu den Nachtschattengewächsen gehören. Hier nun ein paar interessante Fakten zu dem Nichtgemüse:

Was steckt drin in der Kartoffel?

Kartoffeln sind vor allem für eines bekannt: für ihre Kohlenhydrate - weswegen sie auch als Dickmacher verrufen sind. Dabei können Erdäpfel, wie man zu der Knolle zum Beispiel in Österreich sagt, sogar beim Abnehmen helfen! Zudem brauchen wir Kohlenhydrate, um fit durch unseren Alltag zu kommen.

Kartoffeln machen lange satt und enthalten viele Nährstoffe, dafür aber kaum Fett. Bemerkenswert, schließlich hat Fett doppelt so viele Kalorien wie Kohlenhydrate. Tatsächlich stecken in Kartoffeln weniger Kilokalorien als in gekochtem Reis.

Doch auch Diabetes wird oft mit dem zu hohen Konsum von Kartoffeln in Verbindung gebracht. Der Blutzuckerspiegel schnellt nach dem Essen in die Höhe und daher wird mit zunehmendem Alter dazu geraten, lieber weniger Kartoffeln zu essen.

Die Kartoffel hat ihren berechtigten Platz in unserer Küche. Kristina Paukshtite@Pexels

Nährstoffe der Kartoffel

Zudem soll die Kartoffel nicht das Gemüse auf dem Teller ersetzen, sondern gemeinsam mit und vor allem richtig zubereitet, am besten gegart, bleiben auch die Nährstoffe erhalten.

Folgende Nährwerte stecken übrigens in der leckeren und vielseitig einsetzbaren Knolle, die wir Menschen übrigens wegen der in ihr enthaltenden Stärke nur gekocht verdauen können und roh können sie zur Kartoffel-Allergie führen:

  • 78 Prozent Wasser
  • 16 Prozent Kohlenhydrate, das meiste davon in Form von Stärke
  • 2,1 Prozent Ballaststoffe (regen die Verdauung an und sättigen langanhaltend)
  • 2 Prozent Eiweiß
  • 0,1 Prozent Fett

Die Kunst der richtigen Zubereitung

Wie bereits angedeutet, kommt es bei dem Gesundheitswert der Kartoffel auf ihre Zubereitungsart an. Beim Kochen gehen Vitamine und Mineralstoffe unvermeidlich verloren. Um diesen Verlust so gering wie möglich zu halten, kocht oder dünstet man die Kartoffeln am besten samt Schale.

Dementsprechend stecken in Pellkartoffeln mehr gesunde Vitamine als in Salzkartoffeln, die man bereits vor dem Kochen schält und in Stücke schneidet. Im Ofen verlieren Erdäpfel an Wasser, dadurch steigt die Konzentration der anderen wertvollen Inhaltsstoffen an.

Bereitest du deine Kartoffeln im Schnellkochtopf vor solltest du wissen, dass du dabei mehr Vitamine und Mineralstoffe verlierst als beim Kochen. Püriert man die Knollen zu einem Brei fügt man in der Regel Milch und/ oder Butter hinzu. Je nachdem, wieviel du hinzugibst, steigt der Gehalt an Fett und Kalorien.

Die ungesündesten Kartoffelvarianten sind eindeutig die umso beliebteren Pommes und Chips. Beide werden mit viel Fett und bei hohen Temperaturen zubereitet. Bratkartoffeln hingegen behalten besonders viele ihrer Nährstoffe, da beim Braten alle Inhaltsstoffe in der Pfanne bleiben. Allerdings sollte man nicht zu viel Fett verwenden.

Übrigens: Wie du Kartoffeln in einer Wohnung lagern kannst, ohne dass sie austreiben, erfährst du hier. Und in dem Video weiter oben verraten wir dir, was es bedeutet, wenn deine Kartoffel grüne Stellen hat. Austreibende Kartoffeln hingegen müssen sofort in den Müll und sind für den Verzehr ungeeignet.