Von wegen Dickmacher: Darum kommt es bei der Kartoffel ganz auf die Zubereitung an
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Von wegen Dickmacher: Darum kommt es bei der Kartoffel ganz auf die Zubereitung an

In Deutschland kann man sie sich nicht mehr vom Speiseplan wegdenken: Was wären wir ohne Kartoffelbrei, Pommes oder Kartoffelknödel? Dabei hat die Art der Zubereitung einer Kartoffel Einfluss auf den Gesundheitswert der Knolle! Wir erklären dir, was du über die Kartoffel wissen musst!

Laut der Regeln zur gesunden Ernährung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählen Kartoffeln nicht zum Gemüse. Tatsächlich sind Kartoffeln Knollen von Pflanzen, die zu den Nachtschattengewächsen gehören. Hier nun ein paar interessante Fakten zu dem Nichtgemüse:

Was steckt drin in der Kartoffel?

Kartoffeln sind vor allem für eines bekannt: für ihre Kohlenhydrate - weswegen sie auch als Dickmacher verrufen sind. Dabei können Erdäpfel, wie man zu der Knolle zum Beispiel in Österreich sagt, sogar beim Abnehmen helfen!

Kartoffeln machen lange satt und enthalten viele Nährstoffe, dafür aber kaum Fett. Bemerkenswert, schließlich hat Fett doppelt so viele Kalorien wie Kohlenhydrate. Tatsächlich stecken in Kartoffeln weniger Kilokalorien als in gekochtem Reis.

Diese Nähwerte stecken in der leckeren Knolle, die wir Menschen übrigens wegen der in ihr enthaltenden Stärke nur gekocht verdauen können:

  • 78 Prozent Wasser
  • 16 Prozent Kohlenhydrate, das meiste davon in Form von Stärke
  • 2,1 Prozent Ballaststoffe (regen die Verdauung an und sättigen langanhaltend)
  • 2 Prozent Eiweiß
  • 0,1 Prozent Fett

Die Kunst der richtigen Zubereitung

Wie bereits angedeutet, kommt es bei dem Gesundheitswert der Kartoffel auf ihre Zubereitungsart an. Beim Kochen gehen Vitamine und Mineralstoffe unvermeidlich verloren. Um diesen Verlust so gering wie möglich zu halten, kocht oder dünstet man die Kartoffeln am besten samt Schale.

Dementsprechend stecken in Pellkartoffeln mehr gesunde Vitamine als in Salzkartoffeln, die man bereits vor dem Kochen schält und in Stücke schneidet. Im Ofen verlieren Erdäpfel an Wasser, dadurch steigt die Konzentration der anderen wertvollen Inhaltsstoffen an.

Bereitest du deine Kartoffeln im Schnellkochtopf vor solltest du wissen, dass du dabei mehr Vitamine und Mineralstoffe verlierst als beim Kochen. Püriert man die Knollen zu einem Brei fügt man in der Regel Milch und/ oder Butter hinzu. Je nachdem, wieviel du hinzugibst, steigt der Gehalt an Fett und Kalorien.

Die ungesündesten Kartoffelvarianten sind eindeutig die umso beliebteren Pommes und Chips. Beide werden mit viel Fett und bei hohen Temperaturen zubereitet. Bratkartoffeln hingegen behalten besonders viele ihrer Nährstoffe, da beim Braten alle Inhaltsstoffe in der Pfanne bleiben. Allerdings sollte man nicht zu viel Fett verwenden.

Übrigens: Wie du Kartoffeln richtig lagerst, erfährst du hier. Und in dem Video weiter oben verraten wir dir, was es bedeutet, wenn deine Kartoffel grüne Stellen hat.

Von Pia Karim

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