Mücken loswerden im Sommer: Die wichtigsten Dos and Don'ts
Mücken loswerden im Sommer: Die wichtigsten Dos and Don'ts
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Mücken loswerden im Sommer: Die wichtigsten Dos and Don'ts

Was gibt es Nervigeres, als bei einem gemütlichen Abend auf der Terrasse ständig von Mücken gestochen zu werden? Wir verraten dir, was gegen die gemeinen Blutsauger hilft. Und was du tunlich vermeiden solltest!

Unsere Tipps und Tricks beinhalten Hausmittel, aber auch neuste Erkenntnisse aus der Wissenschaft, die dir helfen, die Mücken zu vertreiben. Und wenn die gemeinen Blutsauger dennoch einen Stich landen konnten, findest du in diesem Artikel außerdem die besten Methoden, um Mückenstiche zu behandeln.

Do's und Dont's gegen Mücken

Gib Mücken am besten gar nicht erst die Chance, dich zu stechen. Wir haben deshalb ein paar Tipps und Tricks, wie du präventiv gegen Moskitos vorgehst. Beginnen wir mit Dingen, die du unbedingt vermeiden solltest:

  • Vermeide dunkle Kleidung: Mücken steuern eher auf dunkle Wäsche zu
  • Verzichte auf Parfum und stark duftendes Deo

Süße Düfte finden Mücken besonders anziehend. Wenn du trotzdem gut riechen willst, dann reiben dich mit Jojobaöl ein, dass du mit ein paar Tropfen von einem ätherischen Öl mischst. Geeignet sind Zitrone, Eukalyptus, Lavendel, Rosmarin, Zeder und Gewürznelke. Der Grund: Stechmücken hassen diese Gerüche. Trage ätherische Öle aber nie unverdünnt auf die Haut auf, insbesondere nicht auf empfindliche Kinderhaut.

Auf Bier verzichten

Wer Bier getrunken hat, ist für Moskitos attraktiver. Einer Studie zufolge haben Mücken gelernt, Menschen mit Bier-Geruch als leichtere Beute zu betrachten. Die kleinen Blutsauger rechnen mit weniger Gegenwehr bei mit Bier alkoholisierten Personen.

Ganz schön clevere Viecher: Denn die Motorik lässt mit steigendem Alkoholpegel tatsächlich nach. Außerdem macht der Biergehalt das Blut zu einer sehr nahrhaften Mahlzeit für blutsaugende Insekten.

Dos: Das hilft gegen Mücken

Die zwei Grundregeln lauten:

  • Kleide dich in hellen Farben
  • Lass die Moskitos nicht in deine Nähe kommen

Damit dir möglichst wenige Mücken ins Haus oder den Garten gelangen, ist es ratsam, ihnen wenig Gelegenheiten zum Brüten in der Nähe zu geben. Denn Stechmücken legen ihre Eier in stehende Gewässer – sogar in eine gefüllte Gießkanne. Daher solltest du Wasserreste immer ausleeren. Auch das Wasser im Planschbecken oder in der Vogeltränke gehört täglich ausgetauscht.

Immer schön draufhauen

Ob mit Mückenklatsche oder der flachen Hand: Nach Mücken zu schlagen, lohnt sich. Denn Studien haben gezeigt, dass sich Moskitos merken, wenn sich ihre potenziellen Opfer wehren. In der Praxis bedeutet das, dass du Mücken nicht totschlagen musst, um Ruhe vor ihnen zu haben.

Es reicht, wenn du nach den Tieren schlägst, selbst wenn du die Plagegeister verfehlst. Die Mücken merken sich deinen Geruch und verknüpfen ihn mit der erlebten "Nahtoderfahrung". Beim nächsten Rundflug setzen sie dann alles daran, den gemeinen Schläger zu meiden.

Pflanzen und Blumen helfen gegen Mücken

Schmücke deinen Balkon oder deine Terrasse mit Lillibet und wehre damit gleichzeitig Mücken und Wespen ab. Denn die zartrosa bis burgunderroten Blütenblätter dieser Duftpelargonie sind nicht nur schön anzusehen, sondern sie verbreiten auch einen Zitrusduft, denn die Plagegeister so gar nicht mögen. Ein weiteres Plus: Die Balkonpflanze ist sehr pflegeleicht und robust - überlebt also auch bei dir, wenn du nicht den grünsten Daumen hast.

Mehr dazu, welche Pflanzen gegen Mücken helfen, erfährst du hier.

Der Klassiker: Mückenfalle aus PET-Flasche

Schneide eine PET-Flasche in zwei Hälften, fühle in den unteren Teil ein Gemisch aus einer Tasse Wasser, einem 1/4-Würfel Hefe und einer halben Tasse Zucker. Dann legst du den oberen Teil der Flasche (ohne Deckel) so auf den unteren Teil, dass sich ein Trichter bildet. Die Moskitios werden vom Duft in der Flasche angezogen und bleiben dann in der Flasche eingesperrt (siehe auch Video oben).

Mach die Fenster und Türen dicht

Schon für wenige Euro bekommst du Insektenschutzgitter, die du per Klettband am Fensterrahmen anbringen kannst. Komfortabler sind allerdings Fliegengitter und Rollos mit Rahmen, die es trotz Insektenschutz erlauben, das Fenster oder die Tür uneingeschränkt zu nutzen.

Auch Chemie hilft gegen Mücken: Muss aber nicht sein! Getty Images

Wenn gar nichts mehr geht: Die Chemiekeule

Der sogenannte Biozid-Verdampfer ist ein Gerät, das eine Flüssigkeit verdampft, die Insektengift enthält. Ein Wirkstoff, der aber auch für Menschen nicht ganz ungefährlich ist. Bei empfindlichen Mitmenschen und Kindern können die Dämpfe Kopfschmerzen und Schwindel auslösen oder die Atemwege reizen. Im Schlafzimmer hat das Ding also besser nichts verloren.

Was sonst noch gegen Moskitos hilft:

  • Ventilatoren können Mücken fernhalten
  • Duschen: Vom heißen Sommertag verschwitzte Menschen sind ein gefundenes Fressen
  • Frische Socken: Das reduziert ganz erheblich die Gefahr von Mückenstichen
  • Trinke Gin-Tonic: Die ätherischen Öle des Wacholders wirken wie ein natürlicher Mückenschutz

Warum stechen Mücken?

Mücken, die stechen, sind immer weiblich. Sie benötigen unser Blut, respektive gewisse Proteine in unserem Blut, für die Entwicklung ihrer Eier.

Wie wählen Mücken ihre Opfer aus?

Es ist ein Cocktail aus rund 40 Duftstoffen, der die Stechmücken anlockt. Milchsäuren, Fett- und Aminosäuren. Dieses Gemisch ist bei jedem Mensch anders. Insofern ist es, von beeinflussbaren Faktoren einmal abgesehen, einfach Glück oder Pech, wenn man von den Mücken verschont oder gestochen wird.

A, B oder 0 - Stechmücken bevorzugen bestimmte Blutgruppen

Moskitos können sogar die Blutgruppe riechen. Angeblich sollen Personen mit Blutgruppe 0 mit 83,3 Prozent etwa doppelt so häufig von den Blutsaugern angeflogen werden, wie Personen mit Blutgruppe A, die sie nur in 46,5 Prozent aller Fälle ansteuern. Alle anderen Blutgruppen befinden sich im Zwischenfeld.

Moskitios lieben große Menschen und Schwangere

Stechmücken können das Kohlendioxid in unserem Atem selbst aus größeren Entfernungen riechen, wie Wissenschaftler herausgefunden haben. Da größere Menschen und auch schwangere Frauen prinzipiell mehr Kohlendioxid ausatmen, als kleinere Menschen bzw. Kinder, müssen diese Gruppen eher befürchten von Mücken aufgespürt und gestochen zu werden.

Wieso jucken Mückenstiche?

Wenn Mücken zustechen, injizieren sie ihrem Opfer ein Speichelsekret in die Haut, um die Gerinnung des Blutes zu verhindern. Der Juckreiz ist eine allergische Reaktion der Haut auf diesen Speichel.

Was hilft, wenn's juckt?

Grundsätzlich hilft gegen das Jucken alles, was die Schwellung kühlt und den Kratzalarm überlagert, vom feuchtkalten Lappen bis zur Scheibe Zitrone oder Großmutters halber Zwiebel.

Weitere wirksame Mittel gegen Juckreiz sind:

Alternativ hilft es auch, die juckende Stelle mit der flachen Hand abzuklopfen. So, jetzt bist du ein wahrer Mücken-Experte und bestens gewappnet!

Von Fred Eilig

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