Neue Corona-Studie: Die Kreuzimpfung mit AstraZeneca und Biontech verstärkt die Wirkung!

Eine Kreuzimpfung wird bis vor Kurzem von der Wissenschaft skeptisch betrachtet. Die Ergebnisse einer spanischen Studie könnten den Blick der Allgemeinheit auf den umstrittenen Impfstoff von AstraZeneca verändern.

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Erst vor einigen Wochen setzt Deutschland den Impfstoff von AstraZeneca komplett aus, weil der Verdacht auf seltene, aber schwere Nebenwirkungen besteht.

Seit wenigen Wochen ist das Vakzin nun wieder zugelassen, die STIKO empfiehlt es jedoch nur für Menschen ab 60 Jahren. Jetzt könnte für den umstrittenen Impfstoff der Durchbruch kommen.

Kombination mit mRNA-Impfstoff macht AstraZeneca wirksamer

Die offizielle Empfehlung lautet. Wer unter 60 Jahren alt und bereits ein erstes Mal mit AstraZeneca geimpft ist, soll die zweite Spritze lieber mit einem anderen Impfstoff erhalten.

Diese Vorgehensweise löst zunächst viele Zweifel aus, doch nun stellt sich heraus, dass die Kombination von AstraZeneca mit einem mRNA-Impfstoff eigentlich eine sehr gute Idee ist.

Biontech, Moderna und Johnson & Johnson sind die mRNA-Impfstoffe, die aktuell in Deutschland vertreten sind. Das spanische Gesundheitsministerium veröffentlicht dazu eine Studie.

Wirksamer in der Kombi

Der Schutz nach zwei Impfungen mit dem Vektorimpfstoff von AstraZeneca fallen laut dieser Studie vermutlich sogar schwächer aus, als nach der Kombination mit dem Biontech-Vakzin.

Der Impfstoffexperte Leif Erik Sander von der Berliner Charité geht davon aus, dass ein anderer mRNA-Impfstoff die gleichen Ergebnisse hervorbringen würde, wie der von Biontech:

Die Impfstoffe sind so ähnlich gemacht, dass ich keinen Unterschied erwarte.

Kreuzimpfung nicht unbedingt besser, als zwei mRNA-Spritzen

Ein Forschungsteam an der Universität Oxford testet momentan die Impfwirkung bei umgekehrter Reihenfolge, wenn also ein Vektorimpfstoff wie der von AstraZeneca in der zweiten Dosis nach einem mRNA-Impfstoff verabreicht wird.

Generell können die Forscher und Forscherinnen momentan übrigens nicht bestätigen, dass die Kreuzimpfung wirksamer ist, als die gewöhnliche mRNA-Impfung.

Denn die Antikörper steigen nach der zweiten Spritze stark an, auch wenn die erste Impfung mit dem gleichen mRNA-Impfstoff erfolgt ist. Es könnte also nur Vektor-Impfstoffe sein betroffen sein.

Wer kann so eine Kreuzimpfung bekommen?

Ganz nach der offiziellen Empfehlung der STIKO erhalten Menschen unter 60 Jahren, die ein erstes Mal mit AstraZeneca geimpft wurden, ein Impfangebot mit einem mRNA-Impfstoff.

Menschen über 60 Jahren erhalten allerdings aller Wahrscheinlichkeit nach auch bei der zweiten Impfung weiterhin AstraZeneca. Das Problem liegt dabei schlichtweg in der Zulassung.