Pasta richtig kochen: Diesen Fehler beim Salzen solltest du besser vermeiden

Jeder macht es, jeder kennt es: Wenn man die Nudeln beim Kochen nicht salzt, schmecken sie fade. Doch sollte man überhaupt Salz hinzugeben? Die meisten von uns machen dabei nämlich einen entscheidenden Fehler.

Pasta richtig kochen: Diesen Fehler beim Salzen solltest du besser vermeiden
© LeventKonuk@Getty Images
Pasta richtig kochen: Diesen Fehler beim Salzen solltest du besser vermeiden

Wer liebt es nicht, egal zu Mittags- oder Abendzeit, Pasta zu essen? Ja, auch am Abend, denn auch zu dieser Tageszeit tun uns Spaghetti und Co. gut. Wenn du wissen willst, ob an dem Gerücht etwas dran ist, dass sie uns am Abend dick machen, dann kannst du dir gerne diesen weiterführenden Artikel ansehen.

Diese italienische Spezialität lässt sich ganz einfach selbst zubereiten, vegetarisch, vegan oder als Fleisch- oder Fischvariante - sie schmeckt in jeder Kombination einfach nur wunderbar!

Viele Tipps zum Nudelkochen, doch was ist mit dem Salz?

Zudem geht das Kochen der Nudeln ja ganz einfach - könnte man meinen. Doch die wahren Kenner setzen lieber auf al dente und die 1-10-100-Methode, um sicher die perfekte Pasta zuzubereiten.

Ratschläge rund ums Nudelkochen gibt es viele. Ob man nun Oliven- oder Speiseöl verwenden sollte, die richtige Menge an Wasser sowie die Qualität der Pasta. Doch auch ob und wieviel Salz in den Topf gehören, wird gerne diskutiert.

Salzen ist unerlässlich, wissen die Experten, da nicht nur der Geschmack gehoben wird, sondern es hindert zudem die Nudeln am Gelatinieren. Doch die wenigsten wissen, dass es beim Salzen auch noch etwas anderes zu beachten gibt!

Salz beim Nudelkochen ist wichtig, nur wann sollte es in den Topf?  Aleksandr Zubkov@Getty Images

Richtiger Zeitpunkt zum Salzen

Denn Salz schön und gut, doch wer weiß schon, dass es eine Rolle spielt, wann das Salz in den Topf kommt? Sicherlich setzen die meisten von uns einen Topf Wasser auf den Herd, salzen und geben einen Schuss Öl hinzu, während sie das Wasser zum Kochen bringen. Falsch!

Denn das Salz sollte erst in den Topf, wenn das Wasser bereits kocht, aber noch bevor die Nudeln hinzugefügt werden. Der Grund? Wenn das Salz nach den Nudeln in den Topf wandert, haben die Nudeln schon zu kochen begonnen. In fertig gekochte Pasta dringt jedoch kein Salz mehr ein und sie schmecken dementsprechend fade.

Kochendes Wasser: Nach dem Salz kommen die Spaghetti in den Topf. Jan Vašek@Pixabay

Wieso besser im kochenden Wasser?

Salz löst sich im kochenden Wasser in seine Bestandteile auf, das sind chemisch betrachtet positiv geladene Natrium- und negativ geladene Chlor-Ionen, wie der Tagesspiegel erklärt.

Ab dem Zeitpunkt, an dem sich das Salz aus seiner Kristallstruktur löst, dringen Wassermoleküle in sie ein - es wirken zusätzliche Anziehungskräfte. Wenn man das Salz in kaltes Wasser einwirft, sinkt es zu Boden und braucht länger, bis es sich auflöst.

Im siedenden Wasser löst sich Salz schneller in seine Bestandteile auf. Vor allem früher hat das eine besondere Rolle gespielt, da die meisten Töpfe nicht wie heute aus Edelstahl waren. Indem man Salz in das siedende Wasser hinzugefügt hat, war der Schaden an den Töpfen geringer...

Während des Kochvorganges dringt das Salz in die Nudeln ein. Ulrike Leone@Pixabay

Fragen über Fragen

Und wenn du es dann geschafft hast, eine Pasta von hoher Qualität in der richtigen Menge Wasser, zum richtigen Zeitpunkt gesalzen und mit oder ohne Öl - denn auch das ist eine Streitfrage - al dente zu kochen, dann kommt der Zeitpunkt, deine Nudeln aus dem Wasser zu holen.

Wegschütten solltest du das Nudelwasser aber keinesfalls - auch ein Fehler, der gerne gemacht wird. Warum? Es ist perfekt als Soßenbinder durch seine Stärke. Dann scheiden sich erneut die Geister: Sollen die Nudeln nun kalt abgeschreckt werden, damit sie nicht zusammenkleben oder lieber warm lassen, damit sie sich besser mit der Soße verbinden?

Eines ist sicher: Pasta machen ist in der Theorie leicht, doch in der Praxis unterscheiden sich schnell die Amateure von den Profis... Italiener:innen kochen in der Regel ihre Pasta erst, wenn alle Hungrigen am Tisch sitzen - dann gelingt die Pasta nämlich am besten.