Saugroboter: Das müsst ihr vor dem Kauf wissen
Saugroboter: Das müsst ihr vor dem Kauf wissen
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Saugroboter: Das müsst ihr vor dem Kauf wissen

Saug- und Wischroboter sind der letzte Schrei. Hersteller wie Xiaomi und Prosenic überfluten den deutschen Markt mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Ausführungen der kleinen Haushaltshilfen. Doch beim Kauf ist Vorsicht geboten.

Nie wieder selbst Staubsaugen! Mit dieser Verlockung werben die Hersteller sogenannter Saug- oder Wischroboter, die es mittlerweile in unzähligen Ausführungen zu kaufen gibt. Und die Werbung hat Erfolg: Laut Studien planen über 15 Prozent aller deutschen Haushalte, sich dieses Jahr einen solchen Haushaltsroboter anzuschaffen. Wir verraten euch, was ihr vor dem Kauf bedenken solltet.

Saugroboter sind nicht perfekt

Stiftung Warentest nahm letztes Jahr sieben der am meisten verkauften Saug- und Wischroboter unter die Lupe und wies ein eher enttäuschendes Resultat vor: Sie ersetzten nicht das menschliche Putzen, sondern stellen lediglich eine Ergänzung im Haushalt dar.

Die Tester kamen zu dem Schluss, je größer und schmutziger die zu bearbeitende Fläche ist, desto eher muss selbst Hand angelegt werden. Keines der sieben Testobjekte, weder einer der Saug- noch einer der Wischroboter kam über ein "Befriedigend" hinaus. Autsch!

Kleinere Probleme im Alltag

Im alltäglichen Gebrauch stößt man schnell auf kleinere Probleme. Herumliegende Gegenstände müssen, bevor man den kleinen Roboter von der Leine lässt, erst entfernt werden. Nach dem Putzvorgang kann es häufig vorkommen, dass sich Haare oder Teile von Pflanzen in den Bürsten verfangen haben, die dann manuell entfernt werden müssen. Oftmals sind sie zu groß, sodass sie an Engstellen, Ecken oder unter Möbeln stecken bleiben. Schmutzauffangbehälter und, bei Wischrobotern, Wassertanks müssen regelmäßig geleert, beziehungsweise gefüllt werden.

Spionage-Gefahr?

Immer wieder warnen Experten davor, dass Saugroboter Daten der eigenen Wohnung an Dritte weitergeben könnten. Je nach Navigationstyp des jeweiligen Modells ist diese Angst eher nichtig oder durchaus begründet.

Experten warnen bei Saugrobotern vor Spionage-Gefahr. South_agency / Getty Images

BeiRobotern mit Zufallsnavigation gilt Entwarnung. Sie fahren so lange geradeaus, bis sie auf ein Hindernis stoßen. Dort drehen sie in eine zufällige Richtung ab und wiederholen den Vorgang. Diese Methode ist zwar sehr zeitaufwändig und mitunter ungenau, dafür sind die Modell aber auch kostengünstig zu erwerben und die Angst vor Spionage nichtig.

Anders bei Saugrobotern, die sich dank Lasernavigation durch die Wohnung bugsieren. Sie erstellen eine digitale Karte der Wohnfläche, sodass sie stets wissen, wo sie sich befindet. Die Pluspunkte liegen auf der Hand: Deutlich höhere Effizienz und einfache Bedienung, oftmals mit eigener App.

Aber: Diese Roboter benötigen meist eine Internetverbindung und loggen sich somit ins heimische WLAN ein. Experten befürchten, damit Hackern die Tür zum eigenen Netzwerk zu öffnen und so auch Zugang zum damit verbunden Computer zu gewähren. Um einem solchen Risiko zu entgehen, sollte man also das Einrichten eines Gastnetzwerkes extra für den Roboter in Erwägung ziehen, was wiederum zeitaufwändiger enden kann, als man es sich wünscht.

Heißt das nun, dass man gänzlich auf den Kauf eines Saugroboters verzichten sollte? Nein! Wir empfehlen lediglich, sich vor dem Kauf intensiv mit den Vor- und Nachteilen der unterschiedlichen Modelle zu beschäftigen und sich darüber bewusst zu sein, dass diese nicht eine Antwort auf alle Probleme im Haushalt sind, die sie zu lösen versprechen. Als Ergänzung im Haushalt können sie uns dennoch einen Haufen Arbeit abnehmen. Mit diesem Trick kannst du sogar beim Staubsaugen Duft versprühen!

Von Thomas Schmitt

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