Schwarze Flecken in der Kartoffel: Ist Drahtwurm-Gemüse noch essbar?

Die meisten von uns haben es schon einmal gesehen: Schwarze Gänge ziehen sich durch die Kartoffel. Es ist ein Anzeichen dafür, dass sich Drahtwürmer eingeschlichen haben. Ist die Kartoffeln dann noch essbar?

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Jedem Hobby-Gärtner ist dieses kleine Tierchen bereits über den Weg gelaufen: der Drahtwurm. Kaum dass er sich einmal in den hauseigenen Salaten oder Kartoffeln festgesetzt hat, ist es extrem schwer, den 2,5 cm langen, gelblich-orange gefärbten Albtraum wieder loszuwerden.

Drahtwurm: Der Schreck jedes Gärtners

Doch wie solltet ihr euch verhalten, wenn ihr tatsächlich mal von Drahtwürmern befallene Kartoffeln findet? Sind sie überhaupt noch essbar? Oder solltet ihr besser die Finger davon lassen? Wir erklären es euch!

Drahtwürmer sind die Larven des Saatschnellkäfers. Ihr Namen erhalten sie aufgrund ihres harten Chitinpanzers. Sie ernähren sich hauptsächlich von den unterirdischen Teilen der Pflanzen, wobei sie aufgrund ihrer Vielzahl enormen Schaden in einem Beet anrichten könnten.

Viele Gärtner können ein Lied davon singen. Bei Kartoffeln entdecken sie plötzlich in den Knollen Fraßgänge ins Innere. Es ist ein erstes schlimmes Anzeichen: Der Drahtwurm hat zugeschlagen!

Sind Drahtwurm-Kartoffeln noch essbar?

Wenn eine Kartoffel von den kleinen Tierchen befallen ist, findet ihr in den Gängen, die sie gegraben haben, braune Exkremente. Dann könnt ihr sicher sein, dass die kleinen Biester am Werk waren. Doch könnt ihr die Kartoffel dann immer noch essen?

Die Fraßgänge ins Innere verkorken mit der Zeit. Und der Kot der Würmer stellt eine große, sekundäre Infektionsgefahr dar. Pilze und Bakterien befallen die Knollen der Kartoffel und verfärben sie schwarz.

Solltet ihr diese Merkmale bei einer Kartoffel erkennen, dann lasst besser die Finger davon! Das Risiko, sich beim Essen zu infizieren, ist zu hoch.

So könnt ihr die Larven bekämpfen

Wenn der Drahtwurm also einmal da ist, ist es schwer, ihn wieder loszuwerden. Allerdings gibt es einige praktische Tipps, wie ihr verhindern könnt, dass er es sich überhaupt erst in eurem Garten gemütlich machen kann. Mithilfe von künstlichen, aber auch natürlichen Methoden könnt ihr den lästigen Larven das Leben schwer machen.

Der Drahtwurm ist der Albtraum von jedem Gärtner und Kartoffelbauern.  MegaV0lt@Getty Images

Ein Beispiel dafür ist das Auflockern des Bodens, denn durch diesen Vorgang entweicht Feuchtigkeit. Daher gilt: Je trockener der Boden, desto weniger wohl fühlen sich die Würmer.

Alternativ könntet ihr euch auch frühreife Kartoffelsorten besorgen, die, wie der Name bereits unschwer zu erkennen gibt, besonders früh geerntet werden. Die Rechnung ist simpel: Dadurch bekommen die Drahtwürmer weniger Zeit, um die Ernte zu zerstören.

Eure Kartoffel weisen zwar keine Spuren von Drahtwürmern auf, sehen aber trotzdem nicht reif aus? Hier erfahrt ihr, ob ihr grüne Kartoffeln noch essen solltet, und was es mit austreibenden Kartoffeln auf sich hat.