Selbstliebe im Lockdown: Laut dieser Studie befinden wir uns in einer weltweiten Krise der Selbstzweifel

Seid ihr eigentlich zufrieden mit euch? Nein? Dann seid ihr damit nicht allein! Eine aktuelle Studie von The Body Shop hat einen weltweiten Vergleich gezogen.

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Selbstliebe ist ein großes Wort, das von vielen Menschen unterschiedlich definiert wird. Umso schwieriger mag es scheinen zu ermitteln, wie sehr wir uns selbst lieben. The Body Shop hat es versucht und ist zu beunruhigenden Ergebnissen gekommen.

Bisher größte Studie

Einzigartig ist die Studie auch schon deshalb, weil für sie Ende November und Anfang Dezember 2020 insgesamt 22.000 Menschen ab 18 Jahren aus 21 Ländern befragt wurden. Das Hauptziel dabei war es, die verschiedenen Dimensionen der Selbstliebe zu erforschen, einschließlich der Selbstwahrnehmung, der Häufigkeit des Erlebens von Emotionen wie Nervosität oder Angst, des persönlichen Selbstvertrauens und der Widerstandsfähigkeit.

Auf einer Skala von 0 bis 100 wurde dann der entsprechende Wert ermittelt – der sogenannte Global Self Love Index. Je niedriger die Zahl, desto niedriger auch die Selbstliebe. Umgekehrt bedeutet eine hohe Zahl einen hohen Wert an Selbstliebe. Dabei hat die globale Umfrage ergeben, dass eine von zwei Personen mehr Selbstzweifel als Selbstliebe empfindet und sich 60 Prozent mehr Respekt vor sich selbst wünschen.

Höchste Selbstliebe-Werte in Australien und Dänemark

Im Ländervergleich landen Südkorea, Frankreich und Saudi Arabien auf den hinteren Plätzen. Die Menschen mit der größten Selbstliebe leben der Studie nach in Australien und Dänemark. Allerdings weisen beide Länder "nur" einen Wert von 62 auf. Deutschland landet bei den Umfragen immerhin auf dem siebten Platz.

Weitere Ergebnisse zeigen, dass 37 Prozent der alleinstehenden Frauen und 38 Prozent der Frauen, die einer Minderheit angehören, weniger Selbstliebe empfinden als verheiratete Frauen und die, die keiner Minderheit angehören. Bei ihnen sind es 21 und 25 Prozent. Außerdem lieben sich Menschen, die häufig soziale Medien nutzen und solche, die der LGTBQ+-Community angehören, weniger.

Welche Rolle spielt die Corona-Pandemie?

Woran liegt es, dass es uns so schwerfällt, uns zu lieben? Ein Faktor könnte die aktuelle Corona-Pandemie sein. Denn vielen Menschen gibt die Situation Raum, sich unangenehmen Realitäten zu stellen. So erklärt die Selbstliebe-Expertin von The Body Shop, Sara Kuburic, gegenüber Marie Claire:

Für Frauen, die vor Covid-19 mit ihrem Selbstwertgefühl zu kämpfen hatten, können die Isolation und der Mangel an sozialer Unterstützung konfrontierend und schmerzhaft gewesen sein. Das hat sie vielleicht der externen Quellen beraubt, die sich als Selbstwertgefühl ausgaben.

Was kann man aber tun, um mehr Selbstliebe zu empfinden? Die Marke will innerhalb eines Jahres eine Millionen Taten zur Selbstliebe verbreiten, um Menschen zu ermutigen. Doch wirklich ändern können nur wir selbst etwas, indem wir uns so akzeptieren, wie wir sind und uns genug sind.