Ungeahnte Zuckerfallen: So erkennt ihr Lebensmittel mit zu viel Zucker

Wir verraten euch, in welchen Produkten, die wir tagtäglich konsumieren, viel Zucker enthalten ist, obwohl wir nie damit gerechnet hätten. Ihr werdet überrascht sein, so viel steht fest.

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Das französische Magazin 60 millions de consommateurs hat kürzlich die besorgniserregenden Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, die zeigt, dass sich in vielen alltäglichen Produkten Zucker versteckt, obwohl sie absolut nicht den Anschein erwecken. Wir verraten euch, worauf ihr achten müsst, um nicht in die Falle zu tappen.

Zucker wohin man schaut

Nach vielen Jahren des Kampfes gegen unliebsame Kalorien, geht es jetzt dem Zucker an den Kragen. Natürlich in süßen Produkten wie Süßigkeiten, Limonaden und Kuchen ist Zucker enthalten, soweit nichts Neues. Doch auch in vielen Produkten, bei denen man es nicht schmeckt, versteckt sich Zucker:

  • Naturjoghurt und leichter Joghurt
  • Käse
  • Wurst
  • Suppen
  • Brot
  • Cracker
  • Gerichte mit Saucen
  • Tabak zum Selbstdrehen

Bei der Produktion der Produkte wird Zucker hinzugegeben, um ihre Textur zu verbessern, und das Verlangen nach mehr zu stärken. Der amerikanischen Seite Sugar Science zufolge enthalten sogar ganze 74 % der Produkte, die im Supermarkt verkauft werden, Zucker.

Die Folgen eines übermäßigen Zuckerverbrauchs

Doch wie soll man dem Zucker entgehen, wenn er doch in fast allen Produkten enthalten ist? Dabei sind die Auswirkungen von Zucker für unsere Gesundheit unwiderruflich. Der täglich bewusste oder unbewusste Konsum von Zucker hat ähnliche Auswirkungen wie eine Droge. Zucker löst bei uns ein Gefühl der Belohnung aus, das immer wieder befriedigt werden will. Je mehr Zucker man isst, desto schwieriger fällt es einem, damit aufzuhören.

Dabei ist der Konsum von großen Mengen Zucker sehr schlecht für unsere Gesundheit: Übergewicht, Diabetes, kardiovaskuläre Erkrankungen, Krebs, chronische Erkrankungen ... Die Liste ist lang.

Wer ist am stärksten betroffen?

Kinder zählen zu den Personen, die am stärksten von einem Zuckerüberkonsum betroffen sind. Ihr Konsum von Zucker übersteigt häufiger als bei Erwachsenen die empfohlene tägliche Menge von 50 g. Vom Frühstück, über Snacks bis hin zu Nachtischen – Kinder nehmen sehr viel Zucker zu sich. Vor allem das Frühstück gilt als Hauptzuckerquelle mit Kakao, Müsli, Brötchen etc.

So findet ihr auf dem Etikett versteckten Zucker

Die Industrie hat viele Möglichkeiten, das Wort Zucker auf den Etiketten ihrer Produkte zu verstecken. Wir verraten euch, wie ihr trotz allem die Produkte wählen könnt, die den geringsten Anteil an Zucker haben:

  • Zucker verbirgt sich hinter den meisten Bezeichnungen, die auf "-ose" enden: Dextrose, Maltose, Fruktose, Saccharose ...
  • Auch hinter manchen Bezeichnungen mit "-ol" kann sich Zucker verbergen: Maltitol, Sorbitol ...
  • Der Hinweis "ohne Zucker" bedeutet nicht, dass das Produkt tatsächlich frei von Zucker ist. Es kann nämlich trotzdem Einfachzucker wie Stärke oder Saccharose enthalten.
  • Auch Süßstoffe haben die gleiche Wirkung wie Zucker und sind somit keine nützliche Alternative.
  • Achtet auf dem Etikett darauf, wie viel Zucker enthalten ist. Bei Müsli oder Keksen wird der Zuckeranteil häufig für 30 g angeben und wirkt daher gering. Doch wer isst tatsächlich nur 30 g Müsli? Um eine realistischere Angabe zu bekommen, solltet ihr in etwa mit dem Dreifachen rechnen.

Wollt ihr den Zuckerfallen in euren Produkten auf die Schliche kommen, ist es also unerlässlich, dass ihr euch die Etiketten gründlich durchlest. Doch die beste Alternative bleibt natürlich nach wie vor, selber zu kochen. Eine leckere selbst gemachte Gemüsesuppe oder ein selbst gemachter Eistee sind viel gesünder und enthalten deutlich weniger Zucker als industrielle Produkte.