Zeige mir dein liebstes Emoji und ich sag' dir dein Alter
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Zeige mir dein liebstes Emoji und ich sag' dir dein Alter

Von Lisa Fehrs

Emojis erscheinen heutzutage in so gut wie allen Mitteilungen, auf sozialen Netzwerken und in Kurznachrichten. Da verwundert es nicht, dass sich hier Vorlieben ausbilden. Interessant: Diese lassen Rückschlüsse auf den jeweiligen Versender zu. Darunter auch auf sein Alter.

Wer verwendet sie nicht täglich in seinen Nachrichten und Mitteilungen? Die Emojis sind praktisch, da sie schnell und mit einem Hauch von Witz Emotionen ausdrücken, die oft nur schwer in Worte zu fassen sind. So wird Tippzeit gespart. Nun gibt es eine ganz neue Beobachtung: Sagt der von uns bevorzugte Emoji-Typ etwas über unser Alter aus?

In den sozialen Netzwerken macht sich ein Gegentrend breit

Emoji-Experten und jugendliche Social-Media-Nutzer wollen nämlich beobachtet haben, dass unterschiedliche Altersklassen von Nutzern bestimmte Emojis bevorzugen. Das Bestreben scheint hier aber weniger die wissenschaftliche Erhebung zu sein, als das Vergnügen, "alte" Social-Media-Nutzer zu erkennen und sich dann von diesen abzusetzen.

Inwiefern die Sache tatsächlich funktionieren kann, muss natürlich hinterfragt werden, denn der subjektive Teil dabei ist immens. Glaubt man aber dem Emojipedia-Chef Jeremy Burge, wird beispielsweise vor allem der Freudentränen-Smiley von älteren Menschen genutzt. Diese Ansicht hat er zumindest in einem Beitrag auf dem Emojipedia-Blog so geäußert. Gerade dieses Emoji verwenden allerdings viele, um auszudrücken, dass etwas wirklich lustig ist.

Befragt man jetzt konkret zu diesem Emoji einmal einen jungen Social-Media Nutzer, bekennt dieser auf dem Kanal CNN Business gegenüber freimütig:

Ich habe schon vor einiger Zeit aufgehört, es zu benutzen, weil ich gesehen habe, dass es von älteren Menschen wie meiner Mutter, meinen älteren Geschwistern und generell älteren Leuten genutzt wird.

Zeig' mir dein schönstes Lach-Emoji

Emojipedia-Chefs Jeremy Burge geht mit seinen Deutungen weiter und erklärt, was junge Menschen mit dem Totenkopf-Symbol sagen wollen:

Der Totenkopf meint: Das war so witzig, dass ich vor lauter Lachen gestorben bin.

Der Freudentränen-Smiley hat sich also angeblich durch einen Generationensprung in ein Totenkopf-Emoji verwandelt, die Bedeutung soll die gleiche bleiben. Ist die Assoziation des Totlachens für viele Nutzer, wohl auch mancher jüngere wird darunter sein, unmittelbar einleuchtend? Wohl kaum, man muss schließlich den entsprechenden Code kennen, und diese Codes hängen von verschiedenen gesellschaftlichen Kriterien ab. Hier ist es vielleicht das Alter, aber betrifft dieser Code alle Gesellschaftsschichten oder nur eine relativ überschaubare Gruppe Jugendlicher? Es geht bei alledem also vorrangig um Codeerkennung und Gruppenbildung, jenseits aller Altersklassen.

Weitere Studien zu Emojis sind zu erwarten

Bleibt auch der jeweilige Grund von Abgrenzungen geheimnisvoll bis vielschichtig, ist Abgrenzung, hier zwischen jung und alt, ein Phänomen menschlicher Gesellschaften. So wird man bald sicher mehr darüber lesen können, welche Emojis Rapper oder Briefmarkensammler bevorzugen. Die wissenschaftliche Dimension der Verwendung von Emojis ist längst entdeckt worden. Es fehlt hier aber noch an groß angelegten Erhebungen und Analysen.

Auch Rückschlüsse auf Persönlichkeit möglich

Jenseits aller Fragen zu Codes und Altersklassen sind die Emojis und ihre Verwendung auch vor dem Hintergrund der Persönlichkeitsanalyse betrachtet worden. Wer verwendet welches Emoji in welchem Kontext? Ist das übermittelte Gefühl unmissverständlich? Viele Fragen, die sowohl Experten für Kommunikation als auch Psychologen noch lange eindringlich beschäftigen werden.

Das Alter des jeweiligen Social-Media-Nutzers anhand seiner Lieblings-Emojis zu erraten, ist also nur die Spitze eines riesigen Eisbergs.


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