Zu viel Bauchspeck? Die Waist-to-Hip-Formel zeigt, ob euer Körperfett gesund verteilt ist

Ein paar Kilo zu viel sind oft nicht weiter schlimm. Von viel größerer Bedeutung ist, wie sich das Körperfett verteilt: Sammeln sich die Extrapfunde am Bauch an, ist das für die Gesundheit weitaus gefährlicher als das ein oder andere Gramm mehr an Hüfte oder Po. Wann viel Bauchfett wirklich zu viel ist, lässt sich zum Glück recht einfach berechnen.

Um beurteilen zu können, ob das Körperfett gesund verteilt ist, wird die sogenannte Waist-to-Hip-Ratio als Grundlage genommen. Dieses setzt die Taille und die Hüfte ins Verhältnis zueinander und kann verraten, ob das Übergewicht weitere Gefahren mit sich bringt, als nicht mehr in die Lieblingshose zu passen.

Maßband und ein bisschen Mathe

Damit die Waist-to-Hip-Ratio richtig berechnet werden kann, muss der Taillen- und Hüftumfang zuerst ausgemessen werden. Wichtig ist es, dabei möglichst genau vorzugehen, ihr solltet deshalb auf folgende Dinge achten:

  • Messt am besten in den Morgenstunden, vor allem aber vor dem Frühstück
  • Das Maßband sollte zwar flexibel, aber nicht zu elastisch sein. Außerdem solltet ihr es nicht zu straff anlegen
  • Messt während des Ausatmens

Eher Birne oder doch Apfel?

Sind die Werte notiert, erfolgt nun eine einfache Division: Der Umfang der Taille wird durch den Umfang der Hüfte geteilt. Bei Frauen gilt ein Wert kleiner als 0,8 als Normalgewicht, bei Männern liegt der Wert bei 0,9. Der sogenannte Birnentyp speichert das Fett eher am Po oder den Oberschenkeln; dies ist für die Gesundheit weitaus weniger gefährlich als Fettpolster, die sich am Bauch ansammeln (und im Winter ist das recht schnell passiert).

Frauen, deren Wert zwischen 0,8 - 0,84 liegt (bei Männern 0,9 - 0,99), werden der Kategorie "eher Birnentyp" zugeordnet. Dies bedeutet, dass das Körperfett immer noch recht gleichmäßig verteilt ist und als noch gesundheitlich unbedenklich gilt.

Liegen die Werte über den bereits genannten Zahlen, spricht man vom sogenannten Apfeltyp. Bei diesem verteilt sich das Fett vor allem auf den Bauch und gilt somit als bedenklich für die Gesundheit. Laut NDR "produziert das Fettgewebe im Bauchbereich krankmachende Hormone. Die Botenstoffe fördern hohen Blutdruck und unterschwellige Entzündungen."

Menschen, die zum Apfeltyp gehören, leiden in der Folge oft unter hohem Blutdruck, Diabetes oder Fettstoffwechselstörungen. Obwohl in solchen Fällen ein durchaus normaler BMI (Body-Mass-Index) vorliegen kann, sind Apfeltypen einem höheren Gesundheitsrisiko ausgesetzt. Wer abnehmen möchte, kann es vielleicht mit der 5:2-Diät probieren. Auch die Keto-Diät wird von vielen hoch gelobt (mehr darüber erfahrt ihr in unserem Video).

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