Obwohl es medizinisch unmöglich ist, wird er schwanger. Der Grund ist verblüffend

Obwohl es medizinisch unmöglich ist, wird er schwanger. Der Grund ist verblüffend

Wyley Simpson hat vor kurzem seinen ersten Sohn auf die Welt gebracht – für die Ärzte ein Wunder. Wie konnte es dazu kommen?

Diese Geburt grenzt an ein Wunder: Wyley Simpson, ein 28-jähriger US-Amerikaner, wurde als Frau geboren und hat sich dann zum Mann umwandeln lassen. Normalerweise werden Transgender durch die Hormonbehandlungen unfruchtbar. Denn das verabreichte männliche Hormon Testosteron verhindert den weiblichen Eisprung. Vor der Geschlechtsumwandlung wurde Wyley deshalb von den Ärzten gewarnt: einmal ein Mann, könne er niemals schwanger werden. Aber wie durch ein Wunder ist der Traum des homosexuellen Paares dann doch noch wahr geworden.

Böse Blicke und kritische Worte

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Doch die Schwangerschaft war nicht einfach. Wenn er unterwegs war, hagelt von allen Seiten Kritik auf ihn ein: „Einen Mann mit Babybauch sieht man nicht alle Tage durch die Stadt laufen – am Anfang war es deswegen schwierig für mich. Ich wurde belästigt, einige haben mir zu verstehen gegeben, dass Männer keine Kinder austragen sollten“, erzählt der junge Mann. Während eine schwangere Frau sofort Komplimente und Glückwunsche für ihren Babybauch erhält, macht sich ein schwangerer Mann in seinem Umfeld eher unbeliebt. Doch auch wenn Wyley ständig den Blicken der anderen ausgesetzt war, bereut er seine Schwangerschaft auf keinen Fall.

Hoffnungsschimmer für alle homosexuellen Paare

Um schwanger werden zu können, hat er einige Monate vorher seine Hormonbehandlung ausgesetzt – und hat Erfolg damit, obwohl selbst die Ärzte daran nicht geglaubt haben. Die Schwangerschaft ist dadurch möglich, dass Wyley Simpson seine weiblichen Fortpflanzungsorgane behalten hat. Im Februar 2018 kommt sein Sohn Rowan auf die Welt – er  wird per Kaiserschnitt entbunden. Nach der Geburt nahm Wyley seine Hormonbehandlung wieder auf. „Rowan ist einfach wunderbar! All die körperlichen und seelischen Schmerzen der letzten neun Monate haben sich letztendlich gelohnt“, sagt der stolze Papa. Die kleine post-natale Depression ist schnell verflogen. Jetzt genießen die beiden Männer einfach nur ihre neue Rolle als Eltern und sind damit ein Hoffnungsschimmer für alle homosexuellen Paare.   

Lucia Salomon
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