Earth Overshoot Day: Der Menschheit fehlen 1,7 Welten!

Earth Overshoot Day: Der Menschheit fehlen 1,7 Welten!

Seit dem gestrigen Tag hat die Menschheit die Gesamtheit der Ressourcen verbraucht, die der Planet in einem Jahr erneuern kann. Der WWF veröffentlicht beunruhigende Zahlen, die jeden Einzelnen von uns beunruhigen sollten!

Für die Experten, die für die Bewahrung der natürlichen Erdressourcen zuständig sind, läutet der Sommer mittlerweile immer das Warten auf ein schicksalhaftes Datum ein. Es geht um den Tag, an dem die Menschheit die Gesamtheit der Ressourcen verbraucht hat, die der Planet in einem Jahr erneuern kann. Dieser Tag wird auf Englisch Earth Overshoot Day genannt, was übersetzt so viel wie Erdüberschreitungstag bedeutet.

Die Produktion eines Jahres, verbraucht in nur acht Monaten 

Jedes Jahr tritt dieser nun etwas früher ein. Für 2019 fällt dieser symbolische Tag gemäß den Schätzungen des Global Footprint Network auf Montag, den 29. Juli. Von diesem Tag an leben die Erdbewohner sozusagen „auf Pump“. Eine Tatsache, die uns große Sorgen bereiten sollte, und an die uns NGOs aus dem Umweltbereich immer wieder mit mehr oder minder großem Erfolg erinnern…

„Das bedeutet, dass wir in acht Monaten mehr Kohlenstoff ausgestoßen haben, als die Wälder in einem Jahr absorbieren können, wir haben mehr Fische gefischt, mehr Bäume abgeholzt, mehr Ernten eingefahren, mehr Wasser verbraucht, als die Erde in diesem Zeitraum produzieren kann“, hebt der WWF in einer Pressemitteilung die Größenordnung des Problems hervor.

Die Tendenz ist negativ 

Denn die Tendenz ist nicht gerade positiv. Seit den 1970er Jahren, in denen der erste Earth Overshoot Day berechnet wurde, kommt dieses Datum immer früher. Auch wenn die Entwicklung sich derzeit etwas verlangsamt hat, ist dennoch keine Verbesserung in Sicht. 2000 war der Tag am 1. Oktober, 2008 am 23. September und 2017 schließlich am 1. August.

Das Datum könnte auch im Laufe der weiteren Jahre immer früher eintreten. Diese Frühzeitigkeit bedeutet im Klartext, dass eine einzige Erde für die Bedürfnisse der Menschheit nicht mehr ausreicht. Gemäß dem WWF würden wir heutzutage 1,7 Planeten benötigen.

Eine folgenschwere Entwicklung

Diese Entwicklung hat ihren Preis: Vielerorts sind Probleme spürbar, wie etwa Wasserknappheit, geringere landwirtschaftliche Erträge, eine Verringerung der Fischbestände, Abholzung oder das Aussterben zahlreicher Tierarten.

Gemäß den Experten des WWF und von Global Footprint sind die CO2-Emissionen der größte Verursacher des Ressourcenverbrauchs. Trotz des Pariser Abkommens, das 2015 von 194 Staaten unterzeichnet wurde (die USA sind 2017 aus dem Abkommen ausgestiegen), stellen Treibhausgase immer noch 60 % unseres weltweiten ökologischen Fußabdrucks dar.

Die Ziele sehen vor, dass wir die Emissionen kontinuierlich reduzieren, sodass diese bis 2050 bei null liegen. „Wir müssen unbedingt unser Entwicklungsmodell verändern. Die gute Nachricht ist, dass wir Lösungen haben. Aber wir müssen die Umsetzung dieser Lösungen nun beschleunigen“, so das Fazit von Pascal Canfin, dem Generaldirektor des WWF in Frankreich.

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Was kann ich tun?

Jeder einzelne von uns kann bei seinem eigenen Verhalten beginnen! Wir können unsere Ernährung umstellen, unseren Lebensstil ändern und weniger Plastikmüll produzieren und können kreative Ideen wie die der Mexikanerin Rosa Janusz unterstützen und fördern! Es liegt an uns, die Erde zu retten, das nimmt uns keiner ab!

Sarah Kirsch
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