Verboten: Anti-Palmöl-Werbekampagne wird zensiert

Verboten: Anti-Palmöl-Werbekampagne wird zensiert

Weil der Werbespot „zu politisch“ ist, darf er im Fernsehen nicht mehr ausgestrahlt werden. Doch mit Youtube haben die Behörden da wohl nicht gerechnet...

Dieser Werbespot darf vom britischen Fernsehen nicht ausgestrahlt werden, weil er zu politisch ist, während er auf YouTube mit inzwischen schon mehr als 3 Millionen Klicks jetzt schon ein Hit ist. Der Werbespot entsteht in Zusammenarbeit mit Greenpeace. Er thematisiert die fatalen Auswirkungen der Palmölindustrie auf die Umwelt. Der emotionale Werbespot der britischen Supermarktkette Iceland sollte eigentlich in der Weihnachtszeit ausgestrahlt werden, doch bevor es dazu kommen kann, wird er bereits verboten. Seinen Erfolg verdankt er einzig und allein seiner massiven Ausbreitung in den sozialen Netzwerken.

Der Kurzfilm erzählt in Gedichtform das schwierige Zusammenleben eines kleinen Mädchens mit einem jungen Orang-Utan. Letzterer treibt im Zimmer des kleinen Mädchens sein Unwesen, bis sie ihn bittet, ihr Zimmer zu verlassen. Da erfährt sie, dass sich der kleine Rang-Tan zu ihr geflüchtet hat, weil Menschen seinen Wald und sein Zuhause zerstören und seine Art vom Aussterben bedroht ist.

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Zu politisch

Der den aufgrund menschlicher Übergriffe auf ihren Lebensraum „25 täglich sterbenden Orang-Utans gewidmete“ Clip, wird jedoch, von der für die Prüfung von Fernsehwerbung vor der offiziellen Ausstrahlung zuständigen Organisation Clearcast, als „zu politisch“ eingestuft. Er soll gegen die in Großbritannien für Rundfunk und Fernsehen geltenden politischen Werbevorschriften verstoßen.    

Daraufhin hat Iceland beschlossen, das Video auf YouTube zu veröffentlichen und hat es auf seinen YouTube-Channel hochgeladen, wo es innerhalb der ersten 24 Stunden gleich mehr als eine Million Mal aufgerufen wird. Es läuft sogar eine Petition mit bisher mehr als 300.000 Teilnehmern im Netz, um Clearcast dazu zu bewegen, das Verbot zurückzunehmen und die Ausstrahlung doch noch zu genehmigen.   

• Zoe Klaus
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