Birgit Schrowange zum Weltfrauentag: "Frauen können theoretisch alles sein"

Birgit Schrowange spricht darüber, was sie am Frausein schätzt und ob sie die jüngere Generation beneidet.

Die 63-jährige Birgit Schrowange ist eines der bekanntesten Gesichter in der deutschen TV-Landschaft, vor allem durch die Moderation vom Boulevard-Magazin Extra, das auf RTL läuft.

Weltfrauentag

Anlässlich des Weltfrauentags 2022 hat die beliebte Moderatorin, die seit ein paar Jahren offen zu ihren ergrauten Haaren steht, mit der Bild darüber gesprochen, wie sich das Frausein für sie anfühlt. Auf die Frage, ob sie gerne eine Frau ist, antwortet sie:

Ja! Weil wir Frauen neues Leben schenken können, weil ich es großartig finde, was wir mittlerweile alles erreicht haben und weil ich gern meine Weiblichkeit lebe.

"Frauen können theoretisch alles sein"

Die Moderatorin sagt auch, dass sie die jüngere Generation darum beneide, dass sie mehr Selbstbewusstsein habe und sie sich "mehr selbst verwirklichen" könne als ihre eigene Generation. Zur Veränderung der Frauenrolle sagt sie:

Frauen können heutzutage theoretisch alles sein, ob Hausfrau und Mutter, Bauarbeiterin oder Investmentbankerin. Mit ihrem Partner begegnen sie sich meistens auf Augenhöhe und das wichtigste: in der Regel ist die Frau nicht mehr auf den Mann als Versorger angewiesen und muss nicht - wie früher so häufig - aufgrund einer fehlenden Berufsausbildung oder weil sie wegen der Kinder nie gearbeitet hat, in einer unglücklichen Beziehung verharren.

Gegensatz zur heutigen Generation

Der Gegensatz zwischen ihrem eigenen Heranwachsen und dem der heutigen Generation ist frappierend, denn sie selbst sei als "typisches Mädchen zu Bescheidenheit erzogen" worden.

Ihr wurde gesagt, dass sie sich selbst nicht so wichtig nehmen solle, weshalb sie das andere Geschlecht oft beneidet habe: "Ich habe immer die Jungs beneidet, denen viel mehr Freiheiten zugestanden wurden."

Kampf um Selbstbestimmtheit

Das Engagement der heutigen Jugend gefällt ihr gut und wünscht ihnen Spaß im Leben, denn sie hätten mehr Freiheiten. Diese musste sich Schrowange als junge Frau selbst hart erkämpfen:

Ja, ich musste für Selbstbestimmtheit kämpfen und bin 1977 – gerade 19-jährig – von meinem kleinen Dorf nach Köln gezogen, bis 1977 übrigens durften Ehefrauen nur dann arbeiten, wenn der Ehemann es erlaubte und seine Unterschrift unter den Arbeitsvertrag seiner Frau setzte. Von Gleichberechtigung waren wir damals noch weit entfernt. Frauen in den Medien waren Ansagerinnen und Assistentinnen, toughe Journalistinnen und Chefinnen waren die Ausnahme.
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