Johnny Depps Verleumdungs-Prozess: Polizistin sagt gegen Amber Heard aus

Eine Polizistin sagt im Prozess von Johnny Depp und Amber Heard aus.

Dieses Gerichtsverfahren, das live im Fernsehen übertragen wird, nimmt immer bizarrere Züge an: Erst wird eine Make-Up-Lüge aufgedeckt, dann ist vor Gericht eine Tonaufnahme zu hören, in der von Heards Gewaltausbruch gegen Johnny Depp die Rede ist.

Polizistin sagt vor Gericht aus

Anschließend ist eine weitere Tonaufnahme zu hören, in der Depp seiner damaligen Frau ein Blutbad androht und jüngst sagt eine Psychiaterin über den geistigen Gesundheitszustand der Schauspielerin aus.

Und als wäre das alles noch nicht genug, wird eine Polizistin angehört, die am 21. Mai 2016 einen Einsatz im Penthouse von Johnny Depp und Amber Heard hatte - dies war der letzte Streit des Ehepaars, bevor Heard eine einstweilige Verfügung und die Scheidung einreichte. Die Aussagen dieser Polizistin in dem Prozess, bei dem es um eine Entschädigungssumme von 50 Millionen US-Dollar geht, fördern weitere erstaunliche Details zu Tage!

Nicht mal Sachschäden erkennbar

Melissa Saenz, so der Name der Polizistin, sagt in einer Videoschalte im Gericht aus, dass sie Heard nicht als Opfer von häuslicher Gewalt festgestellt hat, unter anderem auch deshalb, weil es keine Anzeichen gegeben hat, die auf ein Verbrechen hingedeutet haben. Weder an Ambers Körper noch in der Wohnung soll es Anzeichen für einen Kampf im Zuge von Ehestreitereien gegeben haben, so Saenz weiter.

Ich sah keine Sachschäden, kein zerbrochenes Glas, nichts Außergewöhnliches.

Die Schauspielerin soll während des Polizeieinsatzes aufgelöst gewesen sein und geweint haben, so der Officer weiter, und den Augenkontakt vermieden haben. Anzeichen für häusliche Gewalt habe Saenz aber nicht feststellen können, sodass sie keinen Polizeireport wegen häuslicher Gewalt eingereicht hat. Damit war der Einsatz für sie abgeschlossen gewesen, da sie keine Straftat ausmachen konnte.

"Keine Verletzung"

Die Polizistin wird vor Gericht von Heards Anwältin in die Mangel genommen und zeigt ihr ein Foto ihrer Mandantin. Sie fragt Saenz, ob es für sie so aussehe, als wäre Heard kurz vor der Aufnahme Gewalt angetan worden. Ihre Antwort lautet klipp und klar:

Das Gesicht ist gerötet. Das ist keine Verletzung. Das kommt nicht von einem Telefon, das auf sie geworfen wird, nein. Die Rötung stimmt mit dem Weinen überein.

Außerdem sagt Saenz, dass die Parteien während des Einsatzes unkooperativ gewesen seien und niemand seinen Namen angeben wollte. Sie kannte Heard bis dahin nicht, erkannte aber an dem Luxus-Penthouse, dass hier jemand sehr Reiches wohnen musste.

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