"Mein Hund fehlt": Jacob-Sister Eva spricht über Einsamkeit in Corona-Isolation
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"Mein Hund fehlt": Jacob-Sister Eva spricht über Einsamkeit in Corona-Isolation

Die Corona-Krise trifft vor allem ältere Menschen besonders hart. Auch Eva Jacob von den berühmten Jacob Sisters gehört zur Risikogruppe. In einem Interview spricht sie über die harte Zeit der Isolation und den Verlust ihres geliebten Pudels.

Die Corona-Pandemie trifft besonders ältere und kranke Menschen besonders schwer. Sie müssen oft fast in der völligen Isolation leben, um einer Gefährdung zu entgehen. Unter ihnen ist auch Eva Jacob. Die letzte lebende Jacob Sister leidet sehr unter der Situation - doch aufgeben kommt für sie nicht in Frage.

Schwere Zeiten für die Sängerin

Die 76-jährige Sängerin verlässt seit Ausbruch des Coronavirus kaum noch ihr Haus. Oft fühle sie sich deswegen isoliert, wie sie in einem Interview mit BILD verrät. Ihre Kinder nehmen ihr die Alltags-Besorgungen ab und stellen ihr die Supermarkt-Einkäufe vor die Tür. Auch größere Ansammlungen von Menschen meidet Eva.

Das ist schwer für mich. Ich bin doch das Leben so gewohnt. Ich unterhalte mich so gerne. Aber das geht eben im Moment nicht so richtig.

Zuhause schwelgt der Kult-Star in ihren Erinnerungen. Sie denkt an ihre verstorbenen Schwestern Rosi, Johanna und Hannelore, aber auch an ihre großen Erfolge in Amerika, als das blonde Quartett mit Show-Legenden wie Sammy Davis Jr. oder Louis Armstrong auftragen.

Eva gibt nicht auf

Diese Erinnerungen stimmen sie oft wehmütig, wie Eva zugibt. Doch die Sängerin will nicht aufgeben. Sie kämpft gegen die Einsamkeit an und beschäftigt sich so gut es geht, wie sie verrät:

Ich begebe mich in den Wald. Sauerstoff tut mir gut. Ich fahre auch mit dem Fahrrad zum Friedhof und besuche das Grab meiner Schwestern. Wenn ich nur in meiner Wohnung bin, komme ich ins Grübeln. Da denke ich ans Sterben! Aber ich baue mich wieder auf. Ich hänge ja so am Leben.

Es sind die einfachen Dinge des Alltags, an denen Eva Jacob Freunde findet: Sie beobachtet die Meisen, die auf ihrem Balkon ihre Jungen füttern oder die Eichhörnchen, die Nüsse sammeln. Denn ganzen Tag vorm Fernsehen sitzen, kommt für 76-Jährige nicht in die Tüte: "Ich besticke lieber meine Kleider und Schuhe. Oder ich mache meine Gymnastik. Mir fällt immer was ein."

Sie vermisst ihre geliebte Pudel-Dame

Doch ihr größter Wermutstropfen? Sie vermisst ihre geliebte Hunde-Dame Alexia, die vor zwei Jahren eingeschläfert werden musste. Die Pudel-Dame hat eine große Lücke im Leben der Entertainerin hinterlassen. "Ich hätte gerne wieder einen Hund", erklärt die Sängerin. Hoffen wir, dass sich die Sängerin diesen Wunsch bald erfüllen kann.

Von Martin Gerst

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