Nach Impfstoff-Desaster: Kanzlerin Merkel entmachtet Gesundheitsminister Spahn
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Nach Impfstoff-Desaster: Kanzlerin Merkel entmachtet Gesundheitsminister Spahn

Von Pia Karim
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Gesundheitsminister Jens Spahn stellt Angela Merkel in aller Öffentlichkeit infrage. Ist sie verantwortlich für die Probleme, die bei der Beschaffung des Impfstoffes entstanden sind? Jetzt schlägt die Kanzlerin zurück - und demonstriert ihre Macht!

Dass Angela Merkel und Jens Spahn immer wieder aneinandergeraten, ist mittlerweile bekannt. Doch in der Corona-Pandemie scheint das Verhältnis zwischen den beiden zerstrittener denn je. Hauptsächlich geht es um Probleme bei der Beschaffung des Impfstoffes - die Nerven liegen blank!

Spahn schießt gegen Merkel

Als Spahn während der Migrationskrise 2015 ein Buch herausbringt, in dem er die Politik der Kanzlerin auf das Schärfste kritisiert, mitunter von "Veränderungen in unserem Land" spricht, ist klar: Die beiden werden im Laufe ihrer politischen Karrieren auf keinen grünen Zweig kommen.

Auch später ist es Jens Spahn, der die Merkel-Kritiker hinter sich versammelt. Es sind die ersten Anzeichen eines lang anhaltenden Machtkampfes, der jetzt in die nächste Runde geht.

Hat Deutschland unter Merkel zu langsam und vorsichtig bei der Beschaffung des Corona-Impfstoffes agiert? Nicht nur von Seiten der Opposition werden die kritischen Stimmen lauter, die schwere Vorwürfe gegen die Kanzlerin erheben. Auch Jens Spahn stellt Merkel öffentlich in Frage. Für sie ist klar: Der Gesundheitsminister stellt vor aller Augen die Machtfrage - und er bekommt eine sofortige Antwort!

Kanzlerin entmachtet Gesundheitsminister

Am Montag entzieht sie Spahn die Zuständigkeit für die Beschaffung des Impfstoffs. Stattdessen ist nun eine Arbeitsgruppe rund um Kanzleramtsminister Helge Braun, Wirtschaftsminister Peter Altmaier, Finanzminister Olaf Scholz und Bildungsministerin Anja Karliczek dafür zuständig.

"Die Initiative für die Arbeitsgruppe ist klar vom Kanzleramt ausgegangen", heißt es aus der Partei. Die Geste ist also klar: Merkel übernimmt Verantwortung und weist den aufstrebenden Gesundheitsminister öffentlich zurück. Zwar erklärt sie auf dem Bund-Länder-Gipfel am Dienstag: "Jens Spahn macht einen prima Job". Dabei weiß mittlerweile jeder im politischen Berlin, dass hinter den Kulissen die Fetzen fliegen.


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