"Schuld und Scham": Stefanie Giesinger bricht mit Menstruations-Tabu
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"Schuld und Scham": Stefanie Giesinger bricht mit Menstruations-Tabu

Es ist das Natürlichste der Welt und doch noch immer bei vielen ein Tabuthema: Die Monatsblutung. GNTM-Gewinnerin Stefanie Giesinger bricht mit diesem Tabu und spricht offen über ihre erste Periode.

Stefanie Giesinger ist dafür bekannt, gesellschaftliche Missstände aufzuzeigen und mit Tabus zu brechen. Erst kürzlich spricht die GNTM-Gewinnerin ganz offen über das Thema weibliche Körperbehaarung und präsentiert ungeniert ihren Damenbart. Im Rahmen einer Kampagne mit Nike und AboutYou knöpft sich das Model nun ein neues Thema vor: die Monatsblutung.

Sie dachte, etwas stimmt nicht mit ihr

Es ist ein völliges No-Go, dass die Menstruation in unserer heutigen Zeit noch immer so stark mit Vorurteilen behaftet und tabuisiert ist, das findet auch Stefanie Giesinger. In der Hoffnung, Mädchen und erwachsenen Frauen die Scheu vor dem Thema zu nehmen, berichtet die 24-Jährige offen über ihre Erfahrungen mit dem Thema Regelblutung.

Stefanie kriegt erst deutlich später als ihre Klassenkameradinnen ihre Tage, das verunsichert sie und gibt ihr das Gefühl, etwas stimme nicht mit ihr. Deswegen lügt sie und gibt vor, auch schon ihre Periode zu haben, wie sie in ihrer Insta-Story berichtet:

Ich hab' mich so geschämt, ich dachte, irgendwas ist falsch mit mir. Und ich hatte auch keine Brüste, gar nichts (...) Und habe deswegen auch meinen Freundinnen gesagt: 'Also meine Tage habe ich auch schon und das tut voll weh und wenn man hustet, da kommt's raus. Das ist schrecklich.

"Es ist das Allernatürlichste der Welt"

Als sie dann endlich ihre Tage kriegt, kommt es für die damals 14-Jährige zum Worst Case: Es überrascht sie ganz plötzlich und natürlich trägt sie an dem Tag eine weiße Hose. Das ist ihr damals so unangenehm, dass sie nicht einmal mit ihrer Mutter darüber sprechen will.

Heute wünscht sich Stefanie, es hätte damals schon mehr Menschen gegeben, die offen über das Thema gesprochen hätten, damit auch sie entspannter damit hätte umgehen können.

Wenn ich jetzt so zurückblicke, dann finde ich die ganze Situation echt traurig und ich hoffe, dass ich mit meiner Offenheit hier vielleicht auch einigen jungen Mädchen so dieses komische Gefühl von 'Irgendwas stimmt nicht mit mir und meinem Körper und ach, ist das alles peinlich' nehmen kann.

Leistungsfähiger dank Zyklus-optimiertem Training

Heute ist Stefanie mit sich und ihrem Körper absolut im Reinen und achtet genau auf ihren Zyklus. In einem Video für ihre Nike-Kampagne berichtet sie sogar, dass sie sich aktiv an ihrem Zyklus orientiert, um effektiver Sport zu treiben.

Ziel der Kampagne ist es, Frauen zu zeigen, dass Sport nicht nur helfen kann, Periodenbeschwerden zu lindern, sondern dass mit einem an den Zyklus angepassten Training auch größere Fortschritte erzielt werden können. Was für ein schönes Projekt zur Sensibilisierung für das Thema Menstruationszyklus.


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