Spaß trotz Alzheimer: Enkel nutzt Quarantäne, um seine kranke Oma zu unterhalten
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Spaß trotz Alzheimer: Enkel nutzt Quarantäne, um seine kranke Oma zu unterhalten

Ein junger Brite wohnt schon seit längerem mit seiner Oma zusammen, da sie unter Alzheimer leidet. Doch erst der Ausbruch des Coronavirus kann die beiden zusammenschweißen. Auf Facebook teilt er die lustigen Bilder ihrer Beziehung. Wir erzählen euch seine Geschichte.

Während für Viele die Quarantäne aufgrund der Einsamkeit langsam zur Hölle wird, haben Tommy Ferris und seine Oma Jean die Zeit ihres Lebens. Die große "Social Distancing"-Phase hat die beiden eng zusammengeschweißt – nun teilen sie ihre fantastische Geschichte mit der Welt.

WG mit seiner Alzheimer-Oma

Vor kurzem erhält die 81-Jährige eine niederschmetternde Nachricht: Bei ihr wird Alzheimer diagnostiziert. Deswegen zieht ihr Enkel Tommy, mit dem sie zuvor eher wenig Kontakt hatte, zu ihr ein. Er möchte sich um sie kümmern, schafft es aber nicht, eine Bindung zu seiner Oma aufzubauen.

Gegenüber InspireMore erinnert er sich: "Es gab Zeiten, da saß ich einfach in meinem Raum und habe Netflix geguckt, anstatt mich neben sie zu setzten, um sich zu unterhalten." Doch dann bricht das Coronavirus aus, und wie für den Rest der Welt stellt es auch das Leben der ungleichen Co-Bewohner auf den Kopf.

Coronavirus schweißt die beiden zusammen

Zwar weiß Jean bis heute nichts von Corona, doch sie merkt eine Veränderung, da sie nicht mehr von anderen Verwandten Besuch bekommt. Die häusliche Isolation bringt die beiden näher zusammen, sie beginnen, aktiv Zeit miteinander zu verbringen.

Die Quarantäne kann auch Positives bewirken: Zum Beispiel bringt sie uns näher zusammen.  pixelfit / Getty Images

Auf Facebook teilt Tommy Fotos, wie sie zusammen tanzen und er ihr die Haare frisiert. Die 81-Jährige wirkt überglücklich, angesichts der vielseitigen Bespaßung, die ihr Enkel sich für sie ausdenkt. Aber nicht nur sie profitiert von der Quarantäne-Zeit, auch Tommy kann dem Hausarrest etwas Positives abgewinnen.

Schwere Depression geheilt

Über Jahre hinweg leidet der junge Mann unter einer schweren Depression. Das gemeinsame Leben mit Jean hat seine Augen geöffnet und einen beinahe therapeutischen Effekt auf ihn. Auf Facebook schreibt er:

Ich habe gelernt, dass es jemanden gibt in meinem Leben, der mich braucht. (…) Jemand anderes etwas Gutes zu tun, kann uns das Licht am Ende eines dunklen Tunnels zeigen. Ich bin der Beweis.

Wir freuen uns für die beiden, dass die schwierige Zeit der Quarantäne ihnen geholfen, zueinander zu finden, und hoffen natürlich, dass ihr enger Bund auch danach bestehen bleiben wird.

'Isolation bought me closer to nan'

Self-isolating with someone who has Alzheimer's can be hard. Tommy is doing a wonderful thing ❤️

Posted by BBC on Thursday, April 2, 2020
Von Thomas Schmitt

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