"Überteuert und gefährlich": Gwyneth Paltrow verkauft Produkte, um Folgen von Long Covid zu bekämpfen

Schauspielerin Gwyneth Paltrow hat sich zu Beginn der Pandemie mit dem Coronavirus infiziert und leidet an den Folgen von Long Covid. So verkauft sie mittlerweile auch Produkte, um die Folgen von Long Covid zu behandeln, doch Ärzt:innen warnen davor.

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Das Coronavirus kann uns alle treffen – so haben auch schon einige Stars eine Covid 19-Erkrankung hinter sich. Unter anderem haben sich Schauspieler Tom Hanks, Sängerin Pink und sogar der ehemalige US-Präsident Donald Trump mit dem Virus infiziert. Auch Gwyneth Paltrow hat enthüllt, dass sie zu Beginn der Pandemie positiv auf das Coronavirus getestet wurde.

Gwyneth Paltrow leidet unter Spätfolgen ihrer Corona-Erkrankung

Auch lange Zeit später leidet die Schauspielerin unter den Spätfolgen ihrer Erkrankung. Das mache sich durch langanhaltende Müdigkeit, und – wie sie es nennt – "Nebel im Gehirn" bemerkbar. Noch im Januar seien außerdem ihre Entzündungswerte sehr hoch gewesen.

Um dagegen anzukämpfen, macht sie eine Zeit lang eine Keto- und Pflanzendiät und verzichtet auf Zucker und Alkohol. Außerdem fastet sie bis 11 Uhr vormittags. Zusätzlich zu ihrer Diät setzt die Oscar-Preisträgerin auf Nahrungsergänzungsmittel wie Zink und Vitamin C.

Über all das schreibt sie in ihrem Blog auf ihrer Goop-Website und macht dabei Werbung für zahlreiche teure Produkte, die das von ihr gegründete Unternehmen für Lifestyle und Wellnessprodukte vertreibt.

Mediziner:innen warnen vor Gwyneth Paltrows Aussagen

Dafür hagelt es jedoch Kritik. Nicht nur von einigen Medien wie Huffpost. Auch Mediziner:innen warnen vor der Verbreitung von Fehlinformationen durch Influencer:innen wie Paltrow.

Covid-19 sei eine ernstzunehmende Krankheit, die seriöse Wissenschaft erfordere, erklärt Stephen Powis, medizinischer Direktor des National Health Service in England. Er ist der Meinung, dass Menschen wie Gwyneth Paltrow hier eine Verantwortungs- und Sorgfaltspflicht hätten.

Auch andere Ärzt:innen kritisieren die (unnötige) hohe Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, die ihrer Meinung nach lediglich zu teurem Urin führen würden und warnen vor Paltrows Essverhalten, das bei manchen Menschen zu Essstörungen führen könnte.

Stattdessen empfehlen Expert:innen, es bei Spätfolgen langsam angehen zu lassen und sich gegebenenfalls sogar medizinische und psychologische Hilfe zu holen.