US-Zensus: Zahl der Weißen in den USA geht zurück

So vielfältig war die US-amerikanische Bevölkerung vermutlich noch nie. Und: Die Zahl der weißen Bevölkerung ist zurückgegangen.

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Es ist vermutlich das erste Mal in der Geschichte des US-Zensus, dass die Zahl der Weißen im Land geschrumpft ist. Zwischen 2010 und 2020 ist ihr Anteil um 8,6 Prozent zurück auf rund 204 Millionen Menschen gegangen. Mit einem Anteil von 61,6 Prozent machen sie aber immer noch den größten Teil der Bevölkerung aus.

US-amerikanische Bevölkerung gemischter und vielfältiger

Die Statistiker haben außerdem festgestellt, dass die rund 330 Millionen Einwohner zählende US-Bevölkerung deutlich gemischter und vielfältiger sei, als bei den vorherigen Zählungen. Das liege sowohl an den demografischen Veränderungen als auch an neuen Erhebungsmethoden.

So ist die Zahl der Menschen mit spanischen oder lateinamerikanischen Wurzeln in den USA seit 2010 um 23 Prozent auf rund 62 Millionen gestiegen. Sie machen damit immerhin 18,7 Prozent der Bevölkerung aus. Der Anteil der Afroamerikaner an der Gesamtbevölkerung hingegen liegt bei 12,4 Prozent, asiatischstämmige Menschen machen sechs Prozent der Bevölkerung aus.

Angehörige mehrer oder anderer Gruppen steigen enorm

Auffällig ist die Gruppe jener, die sich als Angehörige mehrerer dieser oder anderer Bevölkerungsgruppen sehen. Ihr Anteil hat den größten Sprung im Vergleich zu den letzten Jahren gemacht und ist laut Zensus von neun Millionen im Jahr 2010 auf 33,8 Millionen im Jahr 2020 hochgegangen – ein Anstieg um 276 Prozent.