Kap Hoorn: Rätselhaftes Wesen gesichtet

Kap Hoorn: Rätselhaftes Wesen gesichtet

In der Nähe vom Kap Hoorn haben Forscher im Januar dieses Jahres das wohl größte und nicht dokumentierte Tier dieses Planeten gesichtet - glücklicherweise gelingt es den Wissenschaftlern, das Ereignis festzuhalten.

An der südlichen Spitze Chiles, am Kap Hoorn, haben Wissenschaftler das große Glück, eine Gruppe von Orcas zu beobachten, deren Art vom Menschen bisher kaum gesehen worden ist. Es handelt sich um die sogenannten „Subantarktischen Schwertwale" oder Typ-D-Orcas. Die Tatsache, dass man sie so selten zu Gesicht bekommt, lässt beinahe an der Existenz der Tiere zweifeln. Doch nun beweist ein neues Video der NOAA (Amerikanische Ozean- und Atmosphärenbehörde), dass es sie wirklich gibt.

Geheimnisvolle Wesen

Das erste Mal konnten diese Orcas 2015 auf Video festgehalten werden. Die Crew der ONG Sea Shepherd schafft es, im Indischen Ozean eine Walgruppe aus der Ferne zu filmen. Am Kap Hoorn gelingt es den Forschern sogar, sich den Tieren so weit zu nähern, dass sie drei biologische Proben nehmen und atemberaubende Aufnahmen machen können.

Bereits im Jahr 1955 konnten infolge einer traurigen Massenstrandung Gewebe- und Zahnproben entnommen werden. Nach einer weiteren Gewebeprobe im Jahr 2013 konnten die Wissenschaftler dann beweisen, dass sich die Typ-D-Orcas genetisch von anderen Orca-Gruppen unterscheiden. Eine biologische Abgrenzung, die vor etwa 390.000 Jahren stattgefunden haben soll.

Eine Entdeckung, die die wissenschaftlichen Forschungen neu entfacht

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„Die Typ-D-Orcas sind wahrscheinlich die größten noch nicht dokumentierten Tiere dieses Planeten, und ihre Existenz macht deutlich, wie wenig wir über das Leben in unseren Ozeanen wissen," berichtet der Meeresökologe Bob Pitman. Seit 14 Jahren sucht er bereits nach den berüchtigten Typ-D-Orcas, und ihm steht die Begeisterung ins Gesicht geschrieben, während er die Wale beschreibt.

Die Subantarktischen Schwertwale unterscheiden sich vor allem optisch von anderen Arten durch ihre vorstehende Stirn, eine dünnere und spitzere Rückenflosse, kleinere Zähne, und auch der weiße Augenfleck ist kleiner. „Es sieht aus, als würden sie gerade ihre Augenklappe verlieren", beschreibt Pitman amüsiert. Die Wissenschaftler haben also noch einiges zu erforschen und zu analysieren, um mehr über diese seltenen und mysteriösen Wesen zu erfahren.

In unserem Video zu diesem Artikel könnt ihr euch diese großartigen Tiere selber ansehen.

Lea Pfennig
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