Schwangerer Wal: Aus einem traurigen Grund mussten Mutter und Kind sterben

Schwangerer Wal: Aus einem traurigen Grund mussten Mutter und Kind sterben

Ende März ist im Nordosten Sardiniens ein Wal gestrandet. Die werdende Mutter war aus einem unbestimmten Grund unterernährt. Das Ungeborene starb mit ihr.

Eine erneute Erinnerung daran, was die Verschmutzung der Ozeane anrichtet: Ende März wurde im Nordosten Sardiniens ein Wal an den Strand von Porto Cervo gespült. So berichtet der Verband SEAME Sardinia auf seiner Facebook-Seite.

Die Verwesung des acht Meter langen, jungen Weibchens war bereits weit fortgeschritten. Grund für ihren Tod, wie so häufig: Plastikmüll.

Bereits drei Wochen zuvor wurde auf den Philippinen ein toter Wal mit 40 kg Plastik im Magen gefunden.

Sie nimmt ihr ungeborenes Baby mit in den Tod

Ein spezialisiertes Institut Sardiniens hat in Zusammenarbeit mit der Tiermedizinischen Fakultät in Padoue den Walkadaver untersucht und Anzeichen starker Mangelernährung festgestellt. Grund dafür: 22 kg Plastik! Mülltüten, Fischernetze, Teller und Stücke von Kunststoffrohren häuften sich im Körper des Wals und haben ihn offensichtlich daran gehindert, sich zu ernähren.

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Hinzu kommt, dass das junge Walweibchen schwanger war: Auch bei dem zwei Meter großen Fötus hatte bereits die Verwesung eingesetzt.

Plastik tötet

Dieser traurige Tod ist ein erneuter Beweis für die tödlichen Folgen der Verschmutzung von Ozeanen und Meeren. Jährlich sterben tausende Meerestiere, nachdem sie Plastik aufnehmen, welches sie für Nahrung halten. Um gegen dieses Übel vorzugehen, setzen viele Tierschutzorganisationen verstärkt auf schockierende Kampagnen, um bei den Menschen ein Bewusstsein dafür zu entwickeln. Um auf dieses ökologische Drama aufmerksam zu machen, veröffentlichte die NRO Sea Shepherd zum Beispiel kürzlich einen Film über Tiere, die an Plastik ersticken.

Lea Pfennig
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