Dieses beliebte Getränk enthält in Deutschland doppelt so viel Zucker wie in England

Dieses beliebte Getränk enthält in Deutschland doppelt so viel Zucker wie in England

An besonders heißen Tagen gilt v.a. eins: Trinken, trinken und nochmals trinken. Manchmal muss das Getränk der Wahl einfach schön süß sein, allerdings kann man es auch übertreiben: Ein bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen beliebtes Getränk enthält in Deutschland nämlich sehr viel mehr Zucker als das gleiche Getränk in Großbritannien. Schuld sind die Hersteller.

Wasser ist ein guter Durstlöscher, aber wenn wir mal ehrlich sind, auf die Dauer auch ein bisschen langweilig. Vielen von uns ist sicherlich bewusst, dass zuckerhaltige Getränke oft wahre Kalorienbomben sind und der Rohstoff bei der Herstellung eher großzügig verwendet wird. Dass die Zusammensetzung bestimmter Erfrischungsgetränke je nach Absatzmarkt abweicht, ist hingegen eher neu.

Mögen es die Briten weniger süß?

Stiftung Warentest hat den Zuckergehalt von Softdrinks wie Fanta, Sprite und Schweppes genauer unter die Lupe genommen und dabei festgestellt, dass "die deutsche Version der bekannten Orangenlimo im Ländervergleich fast doppelt so süß ist." Ein halber Liter Fanta enthalte demnach 45,5 g Zucker in Deutschland, aber nur 23 g in Großbritannien.

Der Zuckergehalt in den Getränken geht allerdings nicht auf etwaige Vorlieben der jeweiligen Konsumenten zurück, sondern hat eher wirtschaftliche Hintergründe. Seit April 2018 gibt es in Großbritannien die sogenannte Zuckersteuer. Enthält ein Getränk pro 100 Milliliter fünf Gramm Zucker oder mehr, werden zusätzliche Abgaben fällig (bei mehr als fünf Gramm Zucker pro 100 Milliliter immerhin 21 Cent pro Liter). Das soll Unternehmen dazu bringen, in der Produktion spärlicher mit der Verwendung von Zucker umzugehen und als wirklich weitreichende Folge dem Aufkommen von Krankheiten wie Diabetes, an der weltweit immer mehr Menschen erkranken, Einhalt gebieten. Sieht man sich nun die Ergebnisse von Stiftung Warentest an, könnte man meinen: Ziel erreicht. So einfach ist es dann aber doch nicht.

Die Deutschen setzen auf Vernunft

Einige britische Politiker werden sicherlich aufjubeln, da das Konzept, die Menschen durch veränderte Rezepturen in Getränken zu weniger Zuckerkonsum zu bewegen, aufzugehen scheint. Dabei wird aber übersehen, dass der Zucker in vielen Fällen einfach durch Süssstoff ersetzt wird, der auch als umstritten gilt.

In Deutschland ist wohl so bald nicht mit einer ähnlichen Steuer zu rechnen. Laut RTL "setzt die deutsche Politik stattdessen auf eine freiwillige Einsicht der Anbieter." Eine vielleicht eher riskante Entscheidung, da Zucker genauso schädlich wie Fett sein kann und einige Menschen Schwierigkeiten damit haben, ihren Zuckerkonsum zu kontrollieren.

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Wer in den Urlaub fährt und fiesen Zuckerbomben entgehen möchte, der sollte übrigens nicht unbedingt einen Aufenthalt in Norwegen einplanen: Nur hier sind die Softdrinks noch süßer als in Deutschland.

 

Simone Haug
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