„Du hast heute eines der schönsten Bilder bis jetzt“ Nadja Auermann sorgt bei GNTM für große Gefühle

Tränen fließen, als Engelskostüme die Bühne betreten: Die neueste „Germany’s next Topmodel“-Folge bringt die Kandidatinnen an ihre Grenzen. Was macht die Zusammenarbeit mit Nadja Auermann so besonders?

„Du hast heute eines der schönsten Bilder bis jetzt“ Nadja Auermann sorgt bei GNTM für große Gefühle
© @ nadjaauermann
„Du hast heute eines der schönsten Bilder bis jetzt“ Nadja Auermann sorgt bei GNTM für große Gefühle
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Glanz, Drama und ein bisschen Chaos – so zeigt sich Heidi Klums Modetalentsuche auch dieses Jahr bei „GNTM“. Die Kandidatinnen werden beim ersten Shooting direkt ins kalte Wasser geworfen: Ihr Auftrag? Als Engel oder Dämonen inszenieren. Doch bevor überhaupt geposed wird, müssen sie sich in Gruppen zwischen Licht und Schatten entscheiden. Unter Aufsicht der 90er-Ikone Nadja Auermann als prominente Gastmentorin und Starfotograf Armin Morbach am Auslöser steht vor allem eines im Vordergrund: Emotion pur.

Schon in den ersten Minuten werden die Zuschauer Zeugen echter Unsicherheiten. Die Auswahl zwischen „Engel“ und „Dämonen“ wird zum ersten Test der Gruppendynamik. Besonders die Jüngste, Vanessa (18), ringt mit sich, als sie gegen ihren Willen zur „Dämonin“ bestimmt wird – sie fühlt sich sichtlich unwohl in dieser Rolle und zweifelt, ob sie den Erwartungen gerecht werden kann.

Das Shooting selbst ist geprägt von lauten und leisen Momenten. Die Inszenierung inspiriert sich an Mode-Ikonen, stellt aber zugleich die Kandidatinnen vor emotionale Herausforderungen. Anika, die aufgrund ihrer Erkrankung an Alopezie seit Langem keine Haare mehr hat, entscheidet sich auf Wunsch des Fotografen mutig dazu, ihre Perücke abzulegen. Diese Entscheidung berührt auch Heidi Klum:

„Du hast heute eines der schönsten Bilder bis jetzt.“

Nadja Auermann setzt noch einen drauf:

„Es ist wichtig, dass du zeigst, dass du genau so schön bist, wie Frauen mit Haaren.“

Zwischen Mut und Unsicherheit: Persönliche Geschichten am Set

Gerade Bianca (46), die älteste im Casting, berührt Team und Jury. Als „Dämonin“ will sie „Stärke und Traurigkeit“ ausdrücken

„wegen meiner schwierigen Kindheit in Kanada und meines unerfüllten Kinderwunschs“.

Bianca kämpft sichtlich mit ihren Gefühlen und sagt nach dem Shooting, sie habe Probleme, sich vor der Kamera verletzlich zu zeigen. Im Backstage-Bereich fließen bei ihr Tränen. Nadja Auermanns Kommentar:

„Man hat gemerkt, dass es ihr nicht angenehm war.“

Die Unterstützung der anderen ist ihr sicher – und sogar Armin Morbach zeigt Verständnis.

Kontrastiert wird Biancas Erfahrung durch Nana (24), die als gläubige Christin den Engel interpretiert. Vor laufender Kamera betet sie leise und bewegt alle Anwesenden. Sie erklärt:

„Engel haben viel Verantwortung und müssen Gottes Botschaft zu den Menschen bringen. Die haben gar keine Zeit für sich selbst.“

Der Fotograf ruft danach anerkennend:

„Toll, toll, toll.“

Besonders ihre Authentizität bringt sie auf den Radar des Jury-Teams.

Solche Szenen sind prägend für das Bild, das GNTM dieses Jahres vermitteln will – Vielfalt, Diversität, Emotion und die Stärke, mit eigenen Schwächen sichtbar zu sein. Dies unterstreicht die Inszenierung als angelsächsische Modenschau, in der auch ältere Teilnehmerinnen mit tieferer Lebenserfahrung ihren Platz finden möchten.

Authentizität und Herausforderungen: Haare, Catwalk und Kritik

Die Herausforderungen hören beim Shooting nicht auf: Das anschließende Catwalk-Training bringt die Kandidatinnen auf Berlins Spree-Promenade. Der Catwalk selbst ist mit Hindernissen gespickt, die die Schwierigkeiten eines echten Finales simulieren. Kilian Kerner (46), Berliner Modedesigner und Gast bei dieser Folge, hat für alle farbenfrohe Outfits im Stil der 80er Jahre ausgesucht.

„Ich liebe sie.“

Mit seinen Worten drückt er seine Bewunderung für Bianca aus.

Mehrere Kandidatinnen geraten ins Straucheln: Cléo, Dilara und Aurélie stolpern mehrfach über die improvisierten Hürden. Auch Angela schafft es nur mit Mühe ans Ende. Vanessa behält als Jüngste zwar das Gleichgewicht, wird aber wegen ihres zu steifen Walks von Heidi Klum kritisch bewertet:

„Nee, das geht gar nicht.“

Die Jury nimmt das Spektakel mit Humor, doch zwischen den Runden sind Druck und Nervosität mit Händen greifbar.

Im Training zeigen die Damen, wie unterschiedlich Stresssituationen gemeistert werden. Bianca beeindruckt nicht nur den Designer, sondern auch den Fotografen Morbach – sie präsentiert Haltung und Präsenz, trotz ihrer Unsicherheiten. Nana erhält positives Feedback für ihre Natürlichkeit und wird als Favoritin dieses Abschnitts hervorgehoben.

Zwischen Stolpern und Applaus entsteht ein Kaleidoskop an Persönlichkeiten, das für GNTM typisch ist. Mitten im Lampenfieber zeigen einige mehr Standfestigkeit als andere – und gerade in diesen Momenten entsteht bei den Zuschauerinnen ein hohes Identifikationspotenzial.

Entscheidung mit Konsequenzen: Drei Tränen und das Aus

Das Finale der aktuellen Folge bleibt in Erinnerung: Im abschließenden Laufsteg-Finale rutscht Lara beinahe aus, weil ihr Kostüm sie behindert. Designer Kilian Kerner hilft ihr sogar spontan aus den Schuhen, doch die Unsicherheit bleibt – und die Präsentation gelingt auch barfuß nicht besser. Im Juryraum sorgen die Pannen für Erheiterung, trotzdem ist die Entscheidung am Ende knallhart.

Drei Kandidatinnen müssen gehen: Ursula (54), Vanessa (18) und Cléo. Besonders für Vanessa endet der Abend bitter; als Jüngste galt sie anfangs als Talent, hat aber den besonderen Anforderungen nicht standgehalten. Die Jury ist diesmal unverblümt: Armin Morbach fasst zusammen:

„Manche waren einfach grottenschlecht.“

Die verbliebenen Kandidatinnen Bianca und Nana werden sowohl vom Designer als auch vom Fotografen gelobt und gehen gestärkt in die nächste Runde.

Für die Zuschauer bleibt die Erkenntnis, dass bei GNTM 2026 Nahbarkeit und Persönlichkeit genau so zählen wie die klassische Model-Ausstrahlung. Die Herausforderungen sind mehrdimensional: Mut zur Verletzlichkeit vor laufender Kamera, Authentizität auf dem Catwalk, Umgang mit eigenen Schwächen. Was im Rampenlicht sichtbar wird, sind Momente der Unsicherheit – und der Triumph, daran nicht zu zerbrechen.

Für das nächste Shooting kündigt Heidi Klum bereits neue, ungewohnte Aufgaben an. Die verbliebenen Kandidatinnen dürfen sich jedoch sicher sein: Wer hier weiterkommt, muss mehr können, als nur in schicken Outfits sicher zu laufen.

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Verwendete Quelle:

"Germany's next Topmodel": Nadja Auermann trainiert "GNTM"-Frauen

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