„Ich habe das Ergebnis akzeptiert“ Was wurde eigentlich aus dem Überlebenden von Prinzessin Dianas Unfall © Princess Diana
Veröffentlicht am 31/08/2026 um 14:00 von der Redaktion

„Ich habe das Ergebnis akzeptiert“ Was wurde eigentlich aus dem Überlebenden von Prinzessin Dianas Unfall

Knapp drei Jahrzehnte nach dem tragischen Unfall von Prinzessin Diana steht einer immer wieder im Schatten der Geschichte: Trevor Rees-Jones, der einzige Überlebende. Was hält das Leben für ihn nach dieser Nacht noch bereit?

Ein einziger Moment in einem Pariser Tunnel reißt Schicksale auseinander: Am 31. August 1997 verlieren Prinzessin Diana, Dodi Al-Fayed und Fahrer Henri Paul bei einem Autounfall ihr Leben. Nur einer überlebt schwer verletzt – Trevor Rees-Jones, Bodyguard von Al-Fayed. Mit zertrümmertem Gesicht wird er ins Krankenhaus eingeliefert, zwischen Leben und Tod. Während weltweit um Diana getrauert wird, kämpft Rees-Jones wochenlang auf einer Intensivstation in Paris ums Überleben. Zehn Tage liegt er im künstlichen Koma. Rund 150 Titanstücke braucht ein französischer Chirurg, um sein Gesicht mithilfe alter Familienfotos wiederherzustellen.

Vom Krankenhaus zurück ins Leben: Überlebender mit Narben

Schon Anfang Oktober 1997 darf Trevor Rees-Jones die Klinik verlassen und kehrt nach England zurück. Doch Kommunikation bleibt anfangs schwer: Nur mit Notizzetteln oder leisem Flüstern kann er sich verständigen. Bis heute begleiten ihn die körperlichen und seelischen Narben jener Nacht. Auch die Karriere als Bodyguard währt nicht mehr lange: Im Mai 1998 trennt er sich von der Familie Al-Fayed. Medienberichten zufolge sucht er Zuflucht in Shropshire, im Westen Englands, bei seiner Familie.

„Er lebte eine Zeit lang sehr zurückgezogen und soll sogar im Sportfachgeschäft seiner Angehörigen gearbeitet haben“, schreiben etwa The Sun und Daily Mail.

Die Last des Überlebenden: Millionengerüchte und Neuanfang

Im Jahr 2000 erscheint das Buch „The Bodyguard’s Story: Diana, the Crash, and the Sole Survivor“, das Rees-Jones zusammen mit einem Ghostwriter verfasst hat. In dem Werk schreibt er, er könne sich nur an wenig aus jener Nacht erinnern. Ziel, so betont er, sei vor allem, Verschwörungstheorien zu widerlegen. Das Interesse der Öffentlichkeit bringt ihm angeblich „umgerechnet mehr als eine Million Euro“ ein – doch der Großteil verschwindet wieder in Anwaltskosten, wie The Sun berichtet. Neben diversen juristischen Auseinandersetzungen mit der Familie Al-Fayed in England und Frankreich, bleibt das Leben turbulent.

Seinen Blick auf das Geschehen hat Trevor Rees-Jones im Laufe der Jahre mehrfach öffentlich gemacht. Gegenüber der Irish Times lässt er unmissverständlich verlauten:

„Ich betrachte es einfach als einen vermeidbaren Unfall. Dass Henri Paul einen Fehler begangen hat, als er sich ans Steuer setzte, obwohl er wusste, dass er getrunken hatte. Dass er weder uns noch Dodi mitgeteilt hat, dass er nicht fahrtüchtig war. Das war der Fehler. Ich habe das Ergebnis akzeptiert. Es war ein Unfall unter Alkoholeinfluss, verursacht durch überhöhte Geschwindigkeit. Und genau das war es.“

Abschied vom Rampenlicht: Ein ruhiges Leben mit der Familie

Privat hatte Rees-Jones kurz vor dem Unfall eine Trennung von seiner ersten Frau erlebt. Im Jahr 2003 folgte laut britischer Medien ein Neuanfang – er heiratete erneut. Laut Daily Mail arbeitete er zu diesem Zeitpunkt als Sicherheitschef bei einem großen Pharmaunternehmen. Zuvor war er offenbar schon für die UN und eine amerikanische Ölgesellschaft aktiv. Bis heute meidet Trevor Rees-Jones das Rampenlicht: Laut The Sun lebt er mit seiner Frau und den gemeinsamen zwei Kindern, wie eine nicht namentlich genannte Quelle berichtet, „peaceful“ und „quiet“ in England.

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