Drehbuch bei „Bares für Rares“? Jetzt packt ein ZDF-Mitarbeiter aus

Drehbuch bei „Bares für Rares“? Jetzt packt ein ZDF-Mitarbeiter aus

Immer wieder sieht sich die ZDF-Show „Bares für Rares“ mit Fake-Vorwürfen konfrontiert. Doch was ist dran an den Gerüchten? Ein ZDF-Mitarbeiter spricht nun Tacheles.

Noch vor einiger Zeit beteuerte Horst Lichter gegenüber der Zeitschrift Neues Blatt: „Wir zeigen Trödelgeschäfte, die sich auch realistisch abspielen. Es gibt keine Fakes, die ja sonst woanders so nachhaltig durchgezogen werden.“ 

Immer wiederkehrende Fake-Vorwürfe

Dennoch ist es so, dass gerade in letzter Zeit immer wieder von Fake die Rede ist. Mal geht es um gekaufte Statisten, mal darum, dass der angebotene Trödel gar nicht echt ist. Nun räumte Stefan Unglaube, Ansprechpartner für „Bares für Rares“ beim ZDF, endgültig mit den Gerüchten über die Sendung auf. 

Wie kommt man in die Sendung?

Zunächst muss man sich bewerben. In diesem Verfahren muss man einige Informationen über sich und natürlich den Gegenstand, den man verhökern will, preisgeben. Unter anderem werden dabei Familienstand und frühere TV-Erfahrungen abgefragt. Mit Glück wird man dann zum Vorab-Gespräch eingeladen, in dem die Redaktion „ein aussagekräftiges Bild über die Verkäufer und die angebotenen Objekte“ bekommen soll.

Wann sehen die Experten den Gegenstand zu ersten Mal?

In der Sendung sehen die Experten den Gegenstand tatsächlich zum ersten Mal. Allerdings haben sie da schon einige Informationen bekommen. Den Experten wird vorab von der Redaktion bereits Daten zu den angebotenen Gegenständen geliefert. Und: Die Gegenstände werden vorab von Kunsthistorikern unter die Lupe genommen, einige Eckdaten den Experten vorab übermittelt - ganz so allwissend sind die Experten in der Sendung also nicht.

Gibt es ein Drehbuch?

ZDF-Ansprechpartner Unglaube sagt, dass dies nicht der Fall sei: „Die Protagonisten sollen natürlich und spontan in unserer Sendung agieren.“ Demnach gibt es wohl kein Drehbuch, sondern echten Trödel, der vorab einfach schon von Kunsthistorikern untersucht wird.

• Sophie Kausch
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