Georg Uecker "Bin ein zähes Luder": Seit 30 Jahren lebt er mit HIV © Georg Uecker
Veröffentlicht am 02/06/2026 um 12:10 von der Redaktion

Georg Uecker "Bin ein zähes Luder": Seit 30 Jahren lebt er mit HIV

Eine große Anerkennung für einen der bekanntesten TV-Stars Deutschlands steht bevor. Georg Uecker wird für sein vielfältiges Engagement ausgezeichnet und verrät kurz davor, wie es ihm wirklich geht. Wie steht es um den beliebten Schauspieler, den viele aus der legendären „Lindenstraße“ kennen?

Georg Uecker, der über drei Jahrzehnte als Dr. Carsten Flöter das Gesicht der beliebten ARD-Serie „Lindenstraße“ war, hat nicht nur vor der Kamera Spuren hinterlassen. Seit Jahren engagiert sich der Schauspieler für die Rechte der queeren Community und gilt als wichtiger Aktivist in Deutschland. Diese Verdienste führten nun dazu, dass ihm der NRW-Verdienstorden verliehen wird. Am Dienstag, 2. Juni 2026, überreicht der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst in Düsseldorf insgesamt 15 Persönlichkeiten diese besondere Auszeichnung. Unter den Geehrten sind bekannte Namen wie Hans W. Geißendörfer (85) und Ralph Morgenstern (69), neben dem 63-jährigen Georg Uecker, der seine Ehrung persönlich entgegennehmen wird.

Ein Leben voller Kämpfe und Meilensteine

Diese Auszeichnung steht für Mut und gesellschaftliches Engagement, die Georg Uecker seit Jahren an den Tag legt. Noch vielen im Gedächtnis ist der historisch bedeutsame erste homosexuelle Kuss im deutschen Fernsehen – in der „Lindenstraße“ am Hauptabend, mit seinem Serienkollegen Martin Armknecht (64). Dieser Moment markierte einen Meilenstein in Sachen Sichtbarkeit queerer Lebensweisen. Doch Ueckers Lebensweg war von weiteren Herausforderungen geprägt. 1993 erhielt er nämlich eine doppelte Diagnose: Er lebt seitdem mit HIV, und gleichzeitig wurde bei ihm Morbus Hodgkin, ein Krebs des Lymphsystems, festgestellt. Dies geschah kurz nach dem Tod seines Partners. Die schwere Krankheit hat er überstanden, doch sie bestimmt bis heute seine Kraft und sein Engagement.

Gesundheits-Update: „sehr gut“ und wieder aktiv

Nach so tiefgreifenden Einschnitten braucht es viel Stärke, um wieder ins Leben zurückzufinden. Nach dem Ende der „Lindenstraße“ im Jahr 2020 zog sich Uecker aus gesundheitlichen Gründen zunächst aus der Öffentlichkeit zurück. Doch die Bühnenluft rief bald wieder: Er nahm Lesetouren mit seiner Autobiografie „Ich mach dann mal weiter“ auf und reiste kürzlich sogar nach Mexiko. In einem Bericht von Bild gab er kürzlich ein Update zu seinem Wohlbefinden: „sehr gut“ gehe es ihm. Diese positive Haltung unterstreicht Georgs Lebensfreude, wenn er sagt:

„Ich bin ein zähes Luder!“

Dieser Ausdruck zeigt, wie unerschütterlich und kämpferisch der Schauspieler seinem Leben begegnet. Es sind genau diese Eigenschaften, die ihm seit Jahrzehnten Kraft geben, auch schwierige Situationen zu meistern.

Ehrung als Auftrag – und ein klares Statement

Georg Uecker ist sich bewusst, dass die Verleihung des NRW-Verdienstordens nicht einfach eine Anerkennung für sein Lebenswerk ist, sondern auch ein Auftrag.

„Ich fühle mich sehr geehrt, aber habe absolut nicht damit gerechnet. Ich wollte ja für mein Engagement nie einen Orden, sondern gesellschaftliche Veränderung. Und die haben wir erreicht. Man muss aber auch das, was wir erreicht haben, verteidigen. Und dafür ist so eine Auszeichnung natürlich prima!“ so Uecker.

Die Ehrung soll ihn motivieren, weiter für Toleranz, Akzeptanz und Vielfalt einzustehen. Bei der feierlichen Preisübergabe am 2. Juni wird er persönlich anwesend sein – „Das ist keine Frage, natürlich bin ich dabei, allein aus Respekt.“

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Verwendete Quelle:

Georg Uecker: Vor der Ordensverleihung gibt er ein erhlicher Gesundheits-Update