"Der Tod ist keine Option für mich" – Johann Lafer auf dem Weg zurück
Johann Lafer macht öffentlich, was viele betrifft, aber nur wenige so offen ansprechen: Seine Diagnose Krebs und der entschlossene Weg zurück ins Leben. Wie geht es dem Starkoch wirklich und was gibt ihm jetzt Kraft?
Zu hören, dass Johann Lafer an Krebs erkrankt ist, hat viele seiner Fans und Freunde tief getroffen. Trotzdem bleibt der beliebte TV-Koch erstaunlich optimistisch und teilt seine Situation ganz bewusst mit der Öffentlichkeit. Nach Jahrzehnten im Rampenlicht zieht er sich vorerst zurück, um „das größte Ziel meines Lebens“ anzugehen: den Krebs zu besiegen.
"Ich bin aber derzeit abgetaucht. Ich brauche Ruhe. Um mich auf das größte Ziel meines Lebens konzentrieren zu können: den Krebs zu besiegen. Wieder gesund zu werden."
Mit diesen ehrlichen Worten ließ er am 1. Juni 2026 seine Anhänger wissen, dass er sich momentan aus der Öffentlichkeit zurückzieht. Wie ist es eigentlich dazu gekommen?
Diagnose aus dem Nichts: Wie alles begann
Die Diagnose kam alles andere als erwartet. Während einer Fastenkur im Dezember 2023 – zunächst nur ein routinemäßiger Check – entdeckte ein Arzt Schatten in Lafers Leistengegend. Nach weiteren Untersuchungen stand fest:
„Bei mir wurde ein indolentes, also niedrig-malignes und nicht aggressives Non-Hodgkin-Lymphom diagnostiziert.“
Für viele wäre das ein Schockmoment – für Lafer Anlass zum Handeln.
Mehrere Lymphknoten mussten entfernt werden, um den Befund zu bestätigen. Seitdem durchläuft der 68-Jährige eine Behandlung, zuletzt am 25. Mai 2026 die bisher jüngste Chemotherapie. Eine Woche später meldet er sich:
„Es geht mir gut.“
Die positive Entwicklung gibt Hoffnung, auch seinen Kindern, die er im April 2026 über die Diagnose informierte.
Zielstrebigkeit und Mut: Nur der Blick nach vorn zählt
Klar ist: Sich aufzugeben, kommt für Johann Lafer nicht infrage.
„Der Tod ist keine Option für mich.“
Auch dass der Weg steinig ist, weiß er nur zu gut – schließlich hat er schon einmal von ganz unten angefangen:
„Bitte vergesst nicht: Ich bin im Jahr 1977 aus der Oststeiermark nach Deutschland gezogen, um Karriere zu machen. Mit 80 D-Mark in der Tasche, die ich von meiner Mutter bekommen hatte. Damals habe ich Tag und Nacht daran gearbeitet, um dieses Ziel zu erreichen.“
Der gleiche Ehrgeiz und die Disziplin helfen ihm auch jetzt. Die Behandlung schlägt gut an, wie er selbst betont:
„Umso dankbarer sind wir, dass die Behandlung gut anschlägt und sich die Situation positiv entwickelt.“
Und noch etwas gibt ihm Kraft: der Wunsch, weiterzuarbeiten und viele geplante Auftritte wahrzunehmen. Für Lafer ist klar: Die Verbindung zur Arbeit, Kollegen, das Kochen – das alles bedeute ihm „viel Kraft, Zuversicht und Freude“.
Seine Offenheit schätzen nicht nur Kollegen, sondern vor allem seine Fans. Aus der Steiermark und ganz Deutschland trudeln Nachrichten der Unterstützung ein – doch:
„Es tut mir sehr leid, dass ich nicht auf alles antworten kann.“
Die Resonanz zeigt, wie sehr er Menschen bewegt.
Die Hoffnung auf Normalität – Was bringt die Zukunft?
Trotz schwerer Zeiten denkt Johann Lafer immer nach vorn. Der aktuelle Rückzug bedeutet keinesfalls das Ende seiner öffentlichen Präsenz. Vielmehr bereitet er sich gezielt darauf vor:
„weiterhin meiner Arbeit nachgehen sowie viele geplante Termine und Auftritte wahrnehmen zu können“.
Gleichzeitig steht für ihn fest: Es ist Zeit für Ruhe, um sich dem Genesungsprozess voll und ganz zu widmen. Wie es weitergeht? Sicher ist nur, dass Johann Lafer seiner Linie und seinem Optimismus treu bleibt – und damit viele inspiriert.
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