„Ich mache Kino, bis ich sterbe“: Wie Sylvester Stallone mit 80 das Leben feiert
Der legendäre Actionstar feiert seinen 80. Geburtstag in seiner Luxusvilla und arbeitet härter als viele Jüngere. Was treibt Sylvester Stallone immer noch an, trotz Knochenknacken und Rückschlägen?
Kaum zu glauben: Sylvester Stallone wird 80 – und denkt nicht daran, leise zu treten. Während viele seiner Kollegen längst das Rampenlicht verlassen haben, inszeniert sich Stallone selbstbewusst als „Halb-Milliardär“ in seiner 35-Millionen-Villa in Florida. Fern von Hollywood, ziemlich genau 3 700 Kilometer entfernt, jongliert er zwischen Familie, Filmen und Malerei:
„Das Leben ist verdammt kurz. Ich muss irgendwann auschecken. Deshalb will ich noch viel Leben in mein Leben packen. Ich jongliere mit Familie, Filmen und Kunst. Ich mache Kino, bis ich sterbe.“
Vom Straßenjungen zum Oscar-Sieger – der Kampfgeist von Rocky
Geboren in den rauen Straßen von Hell’s Kitchen, New York, kam Stallone mit einer halbseitigen Gesichtslähmung zur Welt. Schon als Junge träumte er, nach dem Vorbild seines Idols Steve Reeves aus „Herkules“, vom ganz großen Auftritt. Doch der Weg war alles andere als glamourös: Mit 29 saß Stallone mit genau 106 Dollar da, verkaufte seinen Hund für 40 Dollar und tippte das Drehbuch zu „Rocky“ innerhalb von dreieinhalb Tagen – meist mit der linken Hand und getrieben von Kaffee. Die Studios wollten viel Geld, aber nicht ihn selbst vor der Kamera: 360 000 Dollar boten sie ihm, aber nur, wenn er auf die Hauptrolle verzichtete. Stallone lehnte ab und wurde mit drei Oscars für „Rocky“ sowie internationalen Ruhm belohnt. Anschließend feierten Legenden wie der damalige US-Präsident Jimmy Carter, Charlie Chaplin, John Wayne und Kirk Douglas seinen Mut, gegen Hollywood anzukämpfen.
Jede Narbe eine Geschichte: Stallone meistert Karriere und Schmerzen
Stallones Karriere liest sich wie eine Hollywood-Legende: „Rambo“ in fünf Filmen, das Action-Reboot „The Expendables“ ab 64, Golden Globe und Oscar-Nominierung für „Creed: Rocky’s Legacy“. Mit 76 kam das Serien-Comeback als Mafia-Boss in „Tulsa King“. Doch der Preis war hoch: Sieben Rückenoperationen, über 100 Verletzungen und rund 20 Knochenbrüche später sagt er nüchtern:
„Alles tut weh. Jeder Knochen knackt. Ich habe den Körper eines lebenslangen Athleten. Jeder Muskel hat seine eigenen Erinnerungen! Trotzdem: Das Bett ist mein Sprungbrett in den Tag!“
Schnürsenkel binden? Keine Chance mehr. Stattdessen fokussiert er sich auf seine Kunst: Jeden Tag malt er abstrakte, eher düstere Bilder in seiner sonnendurchfluteten Florida-Villa. Sein iPhone ist mittlerweile ein digitales Fotoalbum seines wilden Lebens: Hollywood-Partys, große Rollen, Rückschläge und Triumphe – alles dokumentiert.
Privat ist Stallone seit 29 Jahren mit Jennifer Flavin zusammen. Doch nicht alles lief rund: Sein ältester Sohn starb mit 36 an einem Herzinfarkt, ein weiterer Sohn lebt mit Autismus. Seine drei Töchter stehen selbstbewusst im Leben. Stallone gibt ihnen klare Regeln mit auf den Weg:
„Mach Dir nicht zu viele Gedanken über Dein Gewicht! Nimm die Meinung anderer nicht zu wichtig! Neid ist das Schlimmste! Das Wort ‚Nein‘ existiert nicht! Genieße die Show des Lebens.“
Sein Lebensmotto bleibt:
„Sine metu! – Lebe ohne Furcht!“
Ganz offensichtlich hat er sich trotz aller Schicksalsschläge das Staunen des Jungen aus Hell’s Kitchen bewahrt.
Hollywood, Freundschaften und ein bisschen Politik
Mit Leuten wie Clint Eastwood, Michael Douglas, Al Pacino, Robert De Niro, Bruce Willis und Arnold Schwarzenegger teilt Stallone nicht nur Leinwand-Leidenschaft, sondern auch legendäre Geschichten abseits vom Scheinwerferlicht. Und selbst die große Politik klopft an: Nicht zuletzt soll ihn US-Präsident Donald Trump einmal scherzhaft zum „Hollywood-Botschafter“ ernannt haben. Sein Ringen mit dem eigenen Vater, der ihn scharf kritisierte, kanalisiert er bis heute ironisch in seine Rollen:
„Ich weiß seitdem, dass man sein Leben ändern kann, indem man seinen Körper verändert!“
Die unverkennbare Panerai am Handgelenk erinnert daran: Stallone definiert sich nicht durch sein Alter oder durch Schmerzen, sondern durch den Drang, immer weiterzumachen.
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Sylvester Stallone wird 80 - „Ich mache Kino, bis ich sterbe“